Vier Kandidaten wollen in die Neuenburger Regierung
publiziert: Montag, 27. Aug 2012 / 16:43 Uhr
Cuche et Barbezat: Benjamin Cuche und Jean-Luc Barbezat wollen politisch aktiv werden.
Cuche et Barbezat: Benjamin Cuche und Jean-Luc Barbezat wollen politisch aktiv werden.

Neuenburg - Vier Kandidaten wollen für den zurückgetretenen Jean Studer (SP) in die Neuenburger Regierung - darunter auch die beiden Komiker Benjamin Cuche und Jean-Luc Barbezat von «Cuche et Barbezat». Die Ersatzwahl findet am 14. Oktober statt.

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Favorit bei diesen Wahlen ist der 44-jährige Laurent Kurth, der seit 2004 für die SP in der Exekutive von La Chaux-de-Fonds sitzt. Zuvor habe Kurth zehn Jahre lang beim Kanton gearbeitet, schrieb die Neuenburger Staatskanzlei am Montag in einem Communiqué.

Die «Entente Cantonale Neuchâteloise» schickt ihrerseits den 68-jährigen Louis Dubois ins Rennen. Der Landwirt war langjähriges Mitglied eines Parteikonstrukts aus Liberalen und Parti progressiste national (PPN) und von 1972 bis 2000 Mitglied des Gemeindeparlaments von Bevaix. 2008 wurde er, Gründungsmitglied der Entente, in die Gemeindeexekutive gewählt. Seit 2012 sitzt er wieder im Parlament.

Kein Job-Sharing des Komikerduos

Benjamin Cuche (45) und Jean-Luc Barbezat (47), haben sich entschieden, einzeln für das Amt zu kandidieren. Ursprünglich plante das Komikerduo nämlich, gemeinsam anzutreten und bei einer allfälligen Wahl den Posten als Regierungsrat im Job-Sharing zu führen.

Mit ihrer Kandidatur wollten die beiden verhindern, dass es zu einer stillen Wahl kommt. Denn lange Zeit schien es, dass nur die SP einen Kandidaten ins Rennen schicken würde. Die Staatskanzlei lehnte jedoch eine Doppelkandidatur mit Verweis auf das Reglement ab.

Kein Problem ist hingegen, dass die beiden Kandidaten nicht im Kanton Neuenburg wohnhaft sind. Das entsprechende Gesetz lässt dies zu. Cuche lebt in Vevey VD und Barbezat in Les Diablerets VD.

Die beiden Komiker liessen am Montag jedoch durchblicken, dass wenn einer von ihnen gewählt wird, dieser bei den kantonalen Wahlen im April 2013 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stünde.

Die Regierungsersatzwahl wurde nötig, weil SP-Mann Jean Studer im April zum neuen Bankratspräsidenten der Nationalbank gewählt worden war. Er trat per Ende Juli als Regierungsrat zurück, um Interessenskonflikte zwischen seiner Funktion bei der Nationalbank und jener als Neuenburger Finanzdirektor zu vermeiden.

(fest/sda)

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