Vier Schweizer beim NHL-Saisonstart
publiziert: Mittwoch, 4. Okt 2006 / 14:02 Uhr

In der Nacht auf Donnerstag beginnt die NHL-Meisterschaft mit den ersten drei Partien. Nicht weniger als vier Schweizer stehen in der härtesten Liga der Welt im Einsatz, und alle haben hohe Ambitionen.

Martin Gerber ist der bestbezahlte Schweizer Sportler nach Roger Federer.
Martin Gerber ist der bestbezahlte Schweizer Sportler nach Roger Federer.
Nach dem überraschenden Titelgewinn mit den Carolina Hurricanes kann Martin Gerber in diesem Winter erneut nach dem Stanley Cup greifen. Der Emmentaler spielt neuerdings mit den Ottawa Senators.

Gerber hat wie kaum ein anderer das nordamerikanische Ideal vorgelebt, indem er sich vom Tellerwäscher (sprich: 2. Liga-Goalie in Signau) schrittweise zum Millionär (mit 4,6 Millionen Franken im Jahr der bestbezahlte Schweizer Sportler nach Roger Federer) hochgearbeitet hat.

In der kanadischen Hauptstadt soll er den nach Detroit gewechselten Dominik Hasek adäquat ersetzen und dafür sorgen, dass die Playoff-Träume des letztjährigen Qualifikationssiegers nicht schon wieder im Viertelfinal enden.

Offensiver Streit

Mark Streit dürfte sich seinen Platz bei den Montreal Canadiens zumindest mittelfristig gesichert haben, nachdem er in der letzten Saison als Wackelkandidat der mehrheitlich zwischen Eisfläche und Tribüne gependelt war.

In den Vorbereitungsspielen erhielt er so viel Eiszeit wie noch nie. Vor allem die offensiven Fähigkeiten des Nationalmannschafts-Captains dürften den «Habs» einige Freude bereiten.

David Aebischer beginnt die Saison mit den Canadiens nur als nominelle Nummer 2. Der Freiburger wird sich aber aller Voraussicht nach mit dem früheren Luganesen Cristobal Huet einen ausgeglichenen Kampf um die Position des Stammkeepers liefern.

Überraschender Fischer

Nicht unbedingt erwartet werden konnte, dass sich zu diesem Trio von Anfang an auch Patrick Fischer gesellt. Der spielstarke Zuger Rookie, der sich mit 31 Jahren einen Jugendtraum erfüllt, hat die Erwartungen der Überfigur Wayne Gretzky, dem Headcoach der Phoenix Coyotes, erfüllt.

Er erkämpfte sich einen Platz im Kader, obwohl dieses mit Owen Nolan, Jeremy Roenick, Mike Comrie oder Ladislav Nagy einige arrivierte Kämpen umfasst. Für die Spieler aus dem Wüstenstaat Arizona geht es auch darum, sich für eine schwache Vorsaison zu rehabilitieren, in der die Coyotes die Playoff- Qualifikation schon früh aus den Augen verloren.

Drei weitere Schweizer müssen den Traum von NHL-Einsätzen vorerst weiter träumen. Tim Ramholt (Calgary), Timo Helbling (Washington) und Tobias Stephan (Dallas) wurden von ihren Organisationen ins jeweilige Farmteam in die AHL verbannt.

(bert/Si)

 
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