Vier Tote bei neuen Protesten in Afghanistan
publiziert: Mittwoch, 8. Feb 2006 / 11:32 Uhr

Kabul - Bei andauernden Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen sind in Afghanistan am dritten Tag in Folge mehrere Menschen ums Leben gekommen.

In mindestens 8 der 34 Provinzen und in Kabul war es zu teils gewalttätigen Protesten gekommen. (Archivbild)
In mindestens 8 der 34 Provinzen und in Kabul war es zu teils gewalttätigen Protesten gekommen. (Archivbild)
9 Meldungen im Zusammenhang
Bei Ausschreitungen in der südafghanischen Stadt Kalat wurden vier Demonstranten getötet. In Hebron attackierten hunderte Palästinenser aus Protest das Hauptquartier der internationale Beobachtertruppe. Acht Angehörige der Sicherheitskräfte und fünf Demonstranten seien verletzt worden, sagte Armeegeneral Abdul Razak. Randalierer hätten vier Tanklastwagen und eine Grundschule in Brand gesteckt.

Nach Angaben des Innenministeriums eröffneten Polizisten das Feuer, als Randalierer unter den mehr als 300 Demonstranten versuchten, die Polizeizentrale in Kalat zu stürmen.

Die Demonstration sei von der Polizei aufgelöst und 40 Menschen festgenommen worden. Mehr als 100 Polizisten patrouillierten die Stadt.

Inzwischen 10 Tote

In mindestens zwei weiteren Provinzen und in der Hauptstadt Kabul kam es zu friedlichen Protesten. Am Dienstag war es in mindestens acht der 34 Provinzen und in der Hauptstadt Kabul zu teils gewalttätigen Protesten gekommen. Die Zahl der Toten in Afghanistan bei den seit Montag andauernden Protesten hat sich inzwischen auf mindestens zehn erhöht.

In Hebron attackierten hunderte Palästinenser aus Protest das Hauptquartier der internationale Beobachtertruppe (TIPH).

Steinewerfer

Die Männer warfen Steine auf das Gebäude und zerstörten mehrere Autos, wie die Sprecherin der Truppe, Junhiled Forselv, bestätigte. Scheiben des Gebäudes gingen zu Bruch. Verstärkte Polizeikräfte drängten die Randalierer ab, nachdem es Zusammenstösse mit diesen Sicherheitskräften gegeben hatte.

Die Beobachtermission hatte ihre dänischen Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen nach Tel Aviv verlegt. Das dänische Aussenministerium habe gewaltsame Proteste wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Zeitungen befürchtet, sagte die TIPH- Sprecherin.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Hunderttausende Schiiten in ... mehr lesen
Aschura ist ein religiöses Ritual der Schiiten.
Das Oberste Gericht und der Ulema-Rat der Islamgelehrten riefen zur Ruhe auf.
Kabul - Ungeachtet der Aufrufe zur ... mehr lesen
Micheline Calmy Rey hatte mit der libanesischen Führung telefoniert.
Bern - Nachdem in Libanon auch ... mehr lesen
Es kann nicht Aufgabe der Medien sein, die arabische Welt zu erzürnen. Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hat mit der Veröffentlichung der Mohamm ... mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Dubai/Bangkok/Kabul - Aus Protest gegen die in europäischen Zeitungen ... mehr lesen
Sicherheitskräfte verhinderten den Versuch in das Gebäude einzudringen. (Archivbild)
Etschmayer Botschaften brannten, Steine flogen und Flaggen – scheinbar war auch eine Schweizerische dabei – wurden angezündet. Und es wurden Kommenta ... mehr lesen 
Schockierende Bilder flimmerten in die dänischen Wohnstuben.
Kopenhagen/Damaskus - Die ... mehr lesen
Etschmayer Es ist tragisch, dass es eine Kontroverse gibt. Nämlich darüber, ob man eine Religion karikieren dürfe. Die Frage wird in praktisch allen Verfassungen ... mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch Ateliers, Erzählungen und Kalligraphie-Kurse geboten.
Den Besuchern wurden neben den ...
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch zahlreiche Treffen, Ateliers, Erzählungen, Kalligraphie-Kurse und Tanzvorführungen geboten. mehr lesen 
Streitigkeiten über Einreisebedingungen nach Saudi-Arabien  Teheran - Iranische Gläubige werden in diesem Jahr nicht an der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch in Mekka teilnehmen. Irans Kulturminister Ali ... mehr lesen   1
Gemäss dem Koran muss jeder Muslim, ob Mann oder Frau, der gesund ist und es sich leisten kann, einmal im Leben an der Wallfahrt zur heiligsten Stätte des Islam in Mekka teilnehmen. (Archivbild)
Papst Franziskus traf Flüchtlingskinder. (Archivbild)
Treffen mit Kindern  Vatikanstadt - Papst Franziskus hat sich mit Flüchtlingskindern getroffen, deren Eltern bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer ums ... mehr lesen  
Mekka-Wallfahrt  Riad - Saudi-Arabien und der Iran sind ... mehr lesen
Die Beziehungen zwischen den beiden rivalisierenden islamischen Ländern sind auf einem Tiefpunkt. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewittrige Schneeschauer Schneeregenschauer
Basel 8°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Gewitter mit Schneeregen wechselnd bewölkt, Regen
St. Gallen 8°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewittrige Schneeschauer Schneeregenschauer
Bern 9°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeschauer Schneeregenschauer
Luzern 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeschauer Schneeregenschauer
Genf 6°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen trüb und nass
Lugano 9°C 11°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten