Vier Verletzte durch Hornstösse in Pamplona
publiziert: Freitag, 9. Jul 2004 / 17:09 Uhr

Pamplona - Bei dem bislang gefährlichsten Stierrennen des Jahres im nordspanischen Pamplona sind vier Menschen durch Hornstösse verletzt worden, einer von ihnen schwer.

Als einzige Waffe ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.
Als einzige Waffe ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.
Einem 23-jährigen Spanier wurde von einem der 600-Kilo-Kolosse der Oberschenkel aufgeschlitzt und musste im Spital notoperiert werden, teilten die Behörden mit. Auf die Hörner genommen wurden auch ein Amerikaner, ein Brite und ein weiterer Spanier.

Sie endeten ebenso im Hospital wie fünf andere Läufer. Insgesamt behandelte das Rote Kreuz 68 Teilnehmer.

Auch Matadoren aufgespiesst

Nicht viel besser erging es den Matadoren in der Arena: Beim ersten Versuch, ihre jeweiligen Stiere mit dem Degen zu töten, wurden die Toreros Pepín Liria und Luis Miguel Encabo am Donnerstagabend im Gesäss aufgespiesst.

Sie kamen ebenfalls ins Spital. Als Lohn für ihren Mut durften sie zuvor aber noch eine Trophäe mitnehmen: Sie schnitten ihrem Stier ein Ohr ab.

Traditionelle Spektakel

Bei dem traditionellen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen je sechs Kampfstiere und sechs Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Hunderte waghalsige junge Männer, die mozos, rennen dabei vor den Tieren her.

Als einzige Waffe, um die Bullen von sich fern zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Im vergangenen Jahr starb ein 62-jähriger Spanier, 427 Teilnehmer wurden verletzt. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben. Tierschützer laufen gegen das Spektakel seit jeher Sturm.

(pt/sda)

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