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Vier statt zwei Jahre Sperre für Dopingsünder
publiziert: Freitag, 28. Nov 2014 / 20:11 Uhr
Neben der verdoppelten Sperre verjährt ein Dopingvergehen nun erst nach zehn statt nach acht Jahren.
Neben der verdoppelten Sperre verjährt ein Dopingvergehen nun erst nach zehn statt nach acht Jahren.

Dopingsünder werden künftig in der Schweiz härter angefasst. Der erste absichtliche Dopingverstoss wird grundsätzlich mit einer Sperre von vier Jahren statt wie bisher mit zwei Jahren bestraft.

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Die 18. Versammlung des Sportparlaments am Sitz der Dachorganisation Swiss Olympic in Ittigen BE beschloss eine Revision des Dopingstatuts von 2009. Neben der verdoppelten Sperre verjährt ein Dopingvergehen nun erst nach zehn statt nach acht Jahren. Dadurch können beispielsweise eingefrorene Dopingproben (aufgrund neuer Erkenntnisse) auch nach zehn Jahren nochmals analysiert werden. Die Mitgliederverbände wurden ausserdem dazu verpflichtet, Dopingprävention in Zusammenarbeit mit der Stiftung Antidoping Schweiz zu betreiben.

Stiftungsrat wiedergewählt

Der achtköpfige Stiftungsrat von Antidoping Schweiz mit Präsidentin Corinne Schmidhauser, der früheren Skirennfahrerin, wurde für zwei Jahre wiedergewählt. In der Disziplinarkammer für Dopingfälle wählten die Delegierten der 60 vertretenen Fachverbände (von insgesamt 84) den bisherigen Vizepräsidenten Carl Gustav Mez (Basel) zum Nachfolger des langjährigen Präsidenten Martin Sterchi.

Neu in den Exekutivrat von Swiss Olympic wurde als Athletenvertreter der Berner Sprinter Marc Schneeberger (33) gewählt. Er ersetzt den zurücktretenden Skiakrobaten Thomas Lambert.

Sportminister Ueli Maurer stellte in einer Grussbotschaft des Bundesrates fest, dass der Sport in den vergangenen Jahren an Akzeptanz und Stellenwert in der Gesellschaft gewonnen hat, «aber es braucht weiter Geduld, wir sind noch lange nicht am Ende». Auch bezüglich Finanzen zu Gunsten des Sports hat sich beim Bund einiges getan. Ueli Maurer geht von einem Wachstum der Bundesausgaben für den Sport von 8 Prozent aus.

Präsident dankbar

Dafür zeigte sich Jörg Schild, der Präsident von Swiss Olympic, sehr dankbar. Damit die Schweiz im internationalen Sportkonzert den Anschluss jedoch nicht verliert, sind zusätzliche Mittel von 30 Millionen Franken notwendig. «Viele Länder», so Schild, «ich denke zum Beispiel an Australien und Holland, haben ihre jährlichen Investitionen in den Leistungssport massiv ausgebaut.» Die Schweizer müssten ihre Budgets massiv erhöhen, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

Um die notwendigen Mittel zu beschaffen, wurde von Swiss Olympic das Gespräch mit den Vertretern der Kantone via Sport-Toto-Gesellschaft und Lotterien aufgenommen. Jörg Schild verlangt eine ausgeglichenere und gerechtere Verteilung der Lotteriegelder zu Gunsten des Sports. In verschiedenen Kantonen fliessen weniger als 25 Prozent der Lotteriegelder in den Sport; es müsste jedoch mindestens ein Drittel sein.

Immerhin konnte Peter Schönenberger, der Präsident der Sport-Toto-Gesellschaft, dem Präsidenten von Swiss Olympic einen Check in der Höhe von 26,1 Millionen Franken übergeben, eine Million mehr als jeweils in den letzten fünf Jahren.

Die Jahresrechnung von Swiss Olympic für das Jahr 2013 zeigte einen Umsatz von 44,3 Mio Franken. 22,2 Mio davon gingen von Swiss Olympic als Zahlungen an die Verbände. Für 2015 sieht das Budget Einnahmen von 45,5 Mio vor. Die Leistungen für die Verbände erhöhen sich um 3,1 Mio auf 25,3 Mio Franken.

(flok/Si)

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