Weitere Selbstverbrennungen
Vierfache Mutter zündet sich in Tibet an
publiziert: Montag, 5. Mrz 2012 / 12:14 Uhr

Peking - Aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik haben sich am Wochenende zwei Frauen in China selbst angezündet. Beide Frauen starben, wie Tibet- Aktivisten berichteten.

6 Meldungen im Zusammenhang
Gemäss der in in London ansässige Aktivistengruppe Free Tibet entzündete sich am Sonntag eine vierfache Mutter selbst. Die 32-jährige Frau namens Rinchen habe sich vor einem Polizeiposten in der Stadt Aba in der Provinz Sichuan in Brand gesetzt.

Bei der Protestaktion nahe des Klosters Kirti habe sie die Rückkehr des geistlichen Oberhaupts der Tibeter, des Dalai Lamas, aus dem indischen Exil gefordert.

Zudem hat sich nach Angaben des amerikanische Auslandssender Radio Free Asia vom Montag in der Provinz Gansu eine Studentin aus Protest gegen die Tibet-Politik Chinas selbst angezündet. Die Studentin habe sich auf einem Gemüsemarkt in Maqu angezündet, berichtete der Radio Free Asia. Sie sei noch am Unglücksort gestorben.

Chinesische Marktverkäufer hätten den brennenden Körper der Frau mit Steinen beworfen, zitierte das Radio einen Exil-Tibeter mit Verbindungen zur Gemeinde in Maqu.

China verschärft Kontrollen

Innerhalb eines Jahres haben sich damit bereits mehr als 20 Tibeter aus Protest selbst angezündet, darunter zahlreiche buddhistische Mönche. China hatte in den vergangenen Monaten die Sicherheitsvorkehrungen in Tibet und anderen von Tibetern bewohnten Provinzen verschärft, nachdem es dort Proteste gegeben hatte.

Erst vor wenigen Tagen verschärfte die chinesische Führung die Kontrolle von Internet und Mobiltelefonen in Tibet. Offenbar soll so verhindert werden, dass sich während des Treffens des Nationalen Volkskongresses, das am Montag beginnt, mögliche Informationen über Unruhen und das Vorgehen dagegen verbreiten und so Proteste auf andere Regionen übergreifen könnten.

China hat Tibet 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen mit harter Hand. Die Tibeter klagen seit Jahrzehnten über soziale und religiöse Diskriminierung.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Sein Bild des brennenden Mönchs beeinflusste eine ganze Generation: Der Pulitzerpreisträger Malcolm Browne ist tot. Browne wurde 81 Jahre alt. Er litt an Parkinson. Der legendäre Kriegsfotograf starb am Montag in Hanover in New Hampshire. mehr lesen 
Peking - Die Welle der Selbstverbrennungen tibetanischer Mönche hat offenbar mindestens ein weiteres Todesopfer gefordert. Der makabre Protest gegen die Herrschaft Chinas erreichte dabei erstmals die Hauptstadt der autonomen Region. mehr lesen 
Peking - Die chinesische Führung verschärft die Kontrolle von Internet und ... mehr lesen
Es soll verhindert werden, dass sich mögliche Informationen über Unruhen schnell verbreiten können.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet hat sich nach Angaben der Organisation «Free Tibet» erneut ein Mensch selbst verbrannt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Selena Gomez und der Dalai Lama.
Selena Gomez und der Dalai Lama.
Musikerin darf ihre Gigs in Guangzhou und Shanghai nicht spielen  Selena Gomez (23) darf aufgrund ihrer Verbindung zum Dalai Lama (80) in China nicht mehr auftreten. mehr lesen 
Tschechien - China  Prag - In betont herzlicher Atmosphäre ist der dreitägige offizielle Besuch des chinesischen Präsidenten in Tschechien zu Ende gegangen. Die Staatsoberhäupter Milos Zeman und Xi Jinping verabschieten sich am Mittwoch bei einem Glas Bier auf der Terrasse des Klosters Strahov. mehr lesen  
Selbstmord aus Protest  Dharamsala - Hunderte Menschen haben am Sonntag in Indien an der Beisetzung eines tibetischen Jugendlichen teilgenommen. Dieser hatte sich am Donnerstag aus Protest gegen die chinesische ... mehr lesen
Der Junge starb an einem Herzstillstand.
Prinz Charles weicht den chinesischen Staatsoberhäuptern aus.
Staatsbankett in London  London - Der britische Prinz Charles wird kommende Woche nicht an einem Staatsbankett mit dem ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -2°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Basel -1°C 14°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
St. Gallen 0°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Bern -2°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 0°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt sonnig
Genf 2°C 15°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 2°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten