Nicht mehr in Besserungsanstalten
Vietnam ändert Umgang mit Prostituierten
publiziert: Donnerstag, 11. Okt 2012 / 16:46 Uhr
Vietnam schickt Prostituierte nicht mehr in Besserungsanstalten
Vietnam schickt Prostituierte nicht mehr in Besserungsanstalten

Hanoi - Vietnams Behörden ändern ihren Umgang mit Prostituierten. Etwa 900 Prostituierte würden kommendes Jahr aus staatlichen Besserungsanstalten entlassen, berichtete die staatliche Zeitung «Tanh Nien» am Donnerstag. Grundlage sei eine Gesetzesreform, die im Juli 2013 in Kraft trete.

«Das ist eine grosse Veränderung in der Sichtweise, wie mit Prostitution umzugehen ist», sagte der stellvertretende Chef der Behörde zur Vorbeugung sozialer Untugenden, Le Duc Hien, dem Blatt. «Das heisst aber nicht, dass wir Prostitution offiziell anerkennen.»

Gemäss der neuen Regelung werden Prostituierte nicht mehr in Besserungsanstalten gesteckt. Stattdessen müssen sie dem Zeitungsbericht zufolge eine Strafe von fünf Millionen Dong (gut 222 Franken) zahlen, wenn sie von den Behörden aufgegriffen werden. In Vietnam gibt es schätzungsweise 30'000 Prostituierte, insbesondere in den grossen Städten.

Trotz internationaler Kritik unterhält Vietnam seit Jahren Besserungsanstalten für Prostituierte und Drogenabhängige. Letztere sollen auch nach der Gesetzesreform kommendes Jahr weiter in Besserungsanstalten eingewiesen werden. Die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte in einem Bericht vergangenes Jahr kritisiert, dass Drogenabhängige in den staatlichen Einrichtungen Zwangsarbeit leisten müssten. Ausserdem würden sie körperlich misshandelt, ihre Sucht werde nicht angemessen therapiert.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Die Schweiz hat ihre Unterstützung für fragile Länder und Regionen in den letzten Jahren um 20 Prozent erhöht. (Symbolbild)
Die Schweiz hat ihre Unterstützung für fragile ...
Entwicklungshilfe  Bern - Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, der Klimagipfel in Paris sowie die Verlängerung des Osthilfegesetzes sind die Schwerpunkte der schweizerischen Entwicklungshilfe im laufenden Jahr. Die DEZA will sich aber auch für die sogenannt «fragilen Länder» verstärkt engagieren und Projekte für die Berufsbildung intensivieren. 
Bundesrat: Zusätzliche 40 Millionen für Krisengebiete Bern - Der Bundesrat will die Hilfe der Schweiz für die Ebola-Opfer und für die krisengeplagte ...
Hilfe für die Krisengebiete.
Versammlungen in Hannover und Frankfurt  Berlin - In Hannover und Frankfurt ist es nach den Versammlungen von Gegnern und ...
Erste Pegida-Kundgebung nach Terrordrohung in Dresden Dresden - Eine Woche nach dem Demonstrationsverbot wegen einer Terrordrohung hat das ... 2
Mehrere Tausend Sympathisanten der islamkritischen Pegida-Bewegung haben in Dresden erneut demonstriert.
Legida-Demonstranten in Leipzig von Gewalt begleitet Leipzig - Im Zuge der Legida-Demonstration in Leipzig ist es am Mittwochabend zu Zusammenstössen ... 1
Im Zuge der Legida-Demonstration in Leipzig ist es am Mittwochabend zu Zusammenstössen gekommen.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2727
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1546
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
Gabi Hildesheimer ist Geschäftsführerin von Öbu, dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften.
ETH-Zukunftsblog Vertrauen stärken für den Klimaschutz Die Parteien haben bei den Klimaverhandlungen in Peru ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -4°C -0°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
Basel -4°C 0°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
St.Gallen -3°C 1°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern -2°C 3°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Luzern -1°C 2°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf -2°C 3°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 1°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten