Villa Wiesental - «Wem gehört die Stadt?»
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2012 / 16:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Sep 2012 / 14:54 Uhr

St. Gallen - Seit Oktober 2011 ist viel passiert im Kampf für den Erhalt der Villa Wiesental in St.Gallen. Der Verein Pro Villa Wiesental und viele Bürgerinnen und Bürger finden, der Preis für einen Neubau auf dem Areal der Villa Wiesental sei zu hoch.

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Der Platz ist städtebaulich heikel. Das Gutachten der kantonalen Denkmalpflege bezeugt nicht nur, dass die Villa wegen ihrer Ausstattung und Architektur ein Schutzobjekt ist. Sondern auch, dass laut Expertenmeinung die Villa in erster Linie den Übergang der Vorstadt zur Innenstadt markiert und als Kopfbau die Lokomotive der Rosenbergstrasse darstellt.

Die Villa Wiesental gestaltet den Auftakt zur Stadt. Zudem wussten die aktuellen Eigentümer bereits beim Kauf, dass die Villa ein Schutzobjekt ist. Entgegen ihren inakzeptablen Drohungen von Wertverminderung handelt es sich bei diesem Grundstück nicht um einen Bauplatz, sondern um eine denkmalgeschützte Villa.

4754 Petitionsunterschriften

Vor allem aber die 4'754 Petitionsunterschriften, die nur in drei Monaten zustande gekommen sind, beweisen, dass ein öffentliches Interesse an der Erhaltung der Villa Wiesental vorhanden ist. Das ist wichtig, denn schliesslich muss der Stadtrat entscheiden, was für St. Gallen von höherem öffentlichen Interesse ist: ein neues Bürohaus oder ein bestehendes Kulturgut.

Es liegt auf der Hand, dass der Wille des Volkes nicht mehr zu ignorieren ist, und gleichzeitig stellt sich noch eine wichtige Frage: «Wem gehört eigentlich die Stadt?» Ist sich der Stadtrat bewusst, dass es bei den Bauplänen unter dem Deckmantel Verdichtung lediglich um die Finanzinteressen der HRS geht? - Gibt der Stadtrat die Villa zum Abbruch frei, schenkt er den Spekulanten einen siebenstelligen Gewinn - das Grundstück gewinnt mit maximalster Auslastung an Wert. Soll die Stadt erneut vor der HRS kuschen? Reicht es nicht, dass diesen Sommer 20 illegal erstellte Parkplätze unter dem Manor im Nachhinein legalisiert wurden?

Würdevolles Benefizkonzert

Allerdings bleibt es nicht nur bei den Unterschriften: Am 20. August haben die St. Gallerinnen und St. Galler ihr Manifest für die Villa weiter verstärkt. An einem würdevollen Benefizkonzert in der Tonhalle wurden 348'000 Franken in Form von Absichtserklärungen zugesichert - falls bei einer nicht erteilten Abbruchbewilligung HRS/Swisscanto die Villa verkaufen würden und sich kein anderer Käufer finden würde. Dass dieser Betrag nicht reicht, ist heute irrelevant. Viel wichtiger ist das Zeichen, das damit gesetzt ist: Eine Unterschrift gibt man schnell. Aber dass die Menschen bereit wären, Geld in die Hand zu nehmen, ist ein viel lauteres Zeichen. Welches der Stadtrat aber bis heute leider zu ignorieren scheint.

Immerhin: Der Widerstand scheint die Planer nicht kalt zu lassen. Kürzlich erfuhr man über die Presse, dass die Projektausschreibung für die Architekten angepasst wurde. Im Mai hiess es, die Villa müsse in jedem Fall weichen. Jetzt lässt Wüest & Partner, die im Auftrag von HRS das Projekt betreuen, plötzlich verlauten, es seien auch Vorschläge möglich, welche die Villa mit einem Neubau kombinieren. Solche Kombinationen können spannend sein und im besten Fall sogar architektonische Highlights schaffen. Der Verein kann logischerweise das Projekt nicht loben, ohne es überhaupt gesehen zu haben. Zudem kann auch ein anderes Projekt den Wettbewerb gewinnen... Trotzdem: Der Ton seitens HRS/Swisscanto scheint sich nun doch etwas zu entschärfen. Der Verein hofft, dass sich die Fronten bald aufweichen und die Stadt eine aktivere Vermittlerrolle einnimmt.

Klar ist: Dank des Widerstands sind die Qualitätsansprüche an eine Lösung hoch. Die Menschen wollen eine Verdichtung, die respektvoll - und frei von Geldgier - die Stadt wachsen lässt.

Für den Verein Pro Villa Wiesental: Cécile Federer und Gallus Hufenus

(Verein Pro Villa Wiesental/pd)

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