Visa-Affäre: Gesamtes Botschaftspersonal in Islamabad wird ersetzt
publiziert: Donnerstag, 18. Mai 2006 / 13:59 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Mai 2006 / 16:31 Uhr

Bern - Die Visa-Affäre in Pakistan hat Konsequenzen: Der Schweizer Botschafter in Islamabad und das ganze Personal werden abgelöst.

Das Personal hatte sich nicht strafbar gemacht, hatte aber Vorschriften nicht eingehalten.
Das Personal hatte sich nicht strafbar gemacht, hatte aber Vorschriften nicht eingehalten.
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Nach Abschluss der Administrativuntersuchung betont das EDA , dass sich das Schweizer Personal bei der Botschaft nicht strafbar gemacht habe.

Die Arbeit war aber mangelhaft und Vorschriften wurden nicht eingehalten. Deswegen seien gegen Botschafter Denis Feldmeyer, dessen Vorgänger sowie gegen den Kanzleichef Disziplinaruntersuchungen eingeleitet worden, hiess es in der Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten weiter.

Ein in die Visa-Affäre an der Schweizer Botschaft in Islamabad verwickelter pakistanischer Angestellter ist derweil in Grossbritannien gefasst worden. Nach Angaben der pakistanischen Bundespolizei (FIA) wurde der Flüchtige mit Hilfe von Interpol Schweiz gefunden.

Fünf Pakistaner sind unterdessen in Untersuchungshaft, wie Generaldirektor Tariq Khosa am Donnerstag der Nachrichtenagentur SDA sagte. Einer von ihnen - Angestellter an der Schweizer Botschaft in Islamabad - soll Sex und Geld als Gegenleistung für ein Einreisevisum in die Schweiz verlangt haben.

Während der Verhöre seien Schweizer Mitarbeiter der Vertretung in der pakistanischen Hauptstadt als Drahtzieher eines schwungvollen Visa-Handels und von Menschenschmuggel genannt worden. Die Anschuldigungen würden derzeit geprüft, so Khosa weiter. In die Affäre waren demnach bis zu zehn pakistanische Reisebüros aus Islamabad und Rawalpindi verwickelt.

(fest/sda)

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