Visa-Affäre: Verweis gegen zwei Verantwortliche
publiziert: Sonntag, 29. Jul 2007 / 13:00 Uhr

Bern - Die Visa-Affäre auf der Schweizer Botschaft in Pakistan hat Konsequenzen für zwei Kaderleute des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Im April 2006 war in der Schweizer Botschaft in Islamabad ein schwunghafter Handel mit Visa aufgeflogen.
Im April 2006 war in der Schweizer Botschaft in Islamabad ein schwunghafter Handel mit Visa aufgeflogen.
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Das Aussenministerium sprach einen Verweis und eine Verwarnung gegen zwei Verantwortliche des Skandals aus. EDA-Sprecherin Carine Carey bestätigte einen entsprechen Bericht in der «SonntagsZeitung».

Die Disziplinaruntersuchung hatte sich gegen den früheren Missionschef in Islamabad, dessen Vorgänger und gegen den ehemaligen Kanzleichef gerichtet. Wer einen Verweis und wer eine Verwarnung erhielt, wollte Carey nicht sagen. Noch am Laufen sind die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in der Affäre.

Schwunghafter Visa-Handel

Im April 2006 war in der Schweizer Botschaft in Islamabad ein schwunghafter Handel mit Visa aufgeflogen. Die Visa-Abteilung der Botschaft wurde daraufhin für fast ein halbes Jahr geschlossen.

Das gesamte Personal wurde ausgewechselt; in Islamabad und im Generalkonsulat in Karachi waren das insgesamt acht Personen aus der Schweiz und 21 Pakistaner. Zudem wurde das Personal verstärkt und gezielt weitergebildet. Drei Inspektoren kontrollieren jetzt die Visa-Vergabe.

Visa-Affären gab es auch in Peru, Russland, Serbien, Oman, Nigeria und Indonesien. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats nahm sich der Sache an und kam zum Schluss, dass Aussenministerin Micheline Calmy-Rey als oberste Verantwortliche bei der Bewältigung der Affären richtig gehandelt habe.

(bert/sda)

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