Vitamin B3 schaltet MRSA-Krankenhauskeime aus
publiziert: Dienstag, 28. Aug 2012 / 18:49 Uhr
Multiresistenter Keim Staphylococcus aureus unter dem Elektronenmikroskop.
Multiresistenter Keim Staphylococcus aureus unter dem Elektronenmikroskop.

Corvallis - Vitamin B3 könnte die neue Waffe im Kampf gegen Krankenhauskeime wie MRSA werden.

Hörbücher der Themenbereiche Management/Verkauf/Lebenserfolg
Rusch Verlag AG
Flurhofstrasse 11
8572 Berg TG
4 Meldungen im Zusammenhang
Laut einer im Journal of Clinical Investigation veröffentlichten Studie haben amerikanische Wissenschaftler nachgewiesen, dass Vitamin B3, auch bekannt als Nikotinamid, die Fähigkeit von Immunzellen verbessert, Bakterien wie Staphylococcus aureus abzutöten. B3 erhöht die Anzahl und Wirksamkeit der Neutrophile, jener weissen Blutkörperchen, die schädliche Bakterien zerstören und abbauen können.

Moderne Therapien denkbar

Mark Enright von der University of Bath ist davon überzeugt, dass dieser Behandlungsansatz zu einer grundlegenden Veränderung in der modernen Therapie führen könnte, berichtet die BBC. Die Wissenschaftler testeten Vitamin B3 an Staphylokokken-Infektionen wie der potenziell tödlich verlaufenden Erkrankung durch MRSA (Multi-resistenter Staphylococcus aureus).

Derartige Infektionen treten in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf. Sie nehmen aber auch in Gefängnissen, beim Militär und unter Sportlern zu. Das Team setzte in seinen Tests extrem hohe Dosierungen von Vitamin B3 ein. Diese Mengen sind viel höher als jene, die über Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden können. Die Tests wurden an Tieren und menschlichem Blut durchgeführt.

Mix aus Antibiotika und Vitamin B3

Die Forscher betonten jedoch auch, dass es noch keine Beweise dafür gibt, dass über die Ernährung oder Tabletten eingenommenes Vitamin B3 zur Behandlung oder Prävention von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden kann. Das Vitamin scheint bestimmte antimikrobiell wichtige Gene zu aktivieren und damit die Abwehrkraft der Immunzellen zu verbessern.

Laut Adrian Gombart vom Linus Pauling Institute der Oregon State University, einer der Autoren der Studie, sind die Ergebnisse von sehr grosser Bedeutung. Es seien jedoch noch Studien mit Patienten durchzuführen. «Antibiotika gelten als Wundermittel. Es gibt jedoch gerade bei Staphylococcus aureus immer mehr Probleme mit Resistenzen.» Gombart hält einen Einsatz von Antibiotika in Kombination mit Vitamin B3 für denkbar.

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Resistente Bakterien in der Nutztierhaltung sind auch für die Humanmedizin ein Problem. 2011 haben vor allem ... mehr lesen
Massentierhaltung wird zum Problem.
Zu oft werden noch Antibiotika unangemessen eingesetzt.
Bern - Im internationalen Vergleich ... mehr lesen
Bern - Mindestens 80 Menschen sterben in der Schweiz jedes Jahr, weil sie sich mit einem Krankheitserreger angesteckt haben, gegen den Antibiotika nicht mehr wirken. Und die resistenten Bakterien werden immer häufiger, wie Nationalfonds-Studien zeigen. mehr lesen 
Bern - Spitäler können auch krank machen. Auf den Intensivstationen zum Beispiel leidet fast jeder vierte Patient an einer Infektion, ... mehr lesen
Ein Spitalaufenthalt kann plötzlich viel gefährlicher werden.
Hörbücher der Themenbereiche Management/Verkauf/Lebenserfolg
Rusch Verlag AG
Flurhofstrasse 11
8572 Berg TG
Ein mutiertes Virus hat den Impfschutz für Kinderlähmung (Polio) durchbrochen. (Symbolbild)
Ein mutiertes Virus hat den Impfschutz für Kinderlähmung ...
Hätte mehrere Menschen anstecken können  Bonn - Ein mutiertes Virus hat den Impfschutz für Kinderlähmung (Polio) durchbrochen. Das melden Wissenschaftler der Universität Bonn zusammen mit Kollegen aus Gabun. 
Verfahren entwickelt  Singapur - Die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) aus Singapur hat ein Verfahren ...  
Das Nanopartikel-Verfahren ist schneller als die herkömmlichen Methoden. (Symbolbild)
Malaria: Immune Kinder als Schlüssel für Impfstoff Providence - Eine Gruppe von Kindern in Tansania, die natürlich gegen Malaria immun ist, hilft ...
Der entdeckte Antikörper verhindert die Ausbreitung des Parasiten im Körper.(Archivbild)
Klima  München/Potsdam - Kältewellen in den USA, Überschwemmungen in Deutschland und Waldbrände in Russland - extreme Wetterlagen nehmen seit Jahren zu. Nun berichten deutsche Forscher, dass die Höhenwinde in der Atmosphäre dafür verantwortlich sein könnten.  
Titel Forum Teaser
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    moderne Naturwissenschaften - die 2 Seiten der Medaille Die Naturwissenschaft der vergangenen Jahrhunderte hat zweifellos ... Sa, 26.07.14 06:44
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Danke für die Einladung... Nett dass Sie sich gemeldet haben Herr Kyriacou. Keinschaf’s Analogie ... Fr, 25.07.14 04:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2565
    Warum nur dort? Warum müssen denn diese "Fachleute" ihre "Evidenzen" und vor allem die ... Di, 22.07.14 23:32
  • akyri aus Zürich 11
    Ans Denkfest kommen, EdmondDantes1 Sie fragen nach Fakten zur Evolution? Kommen Sie ans Denkfest und ... Di, 22.07.14 22:43
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Antwort an Buffy Hallo Buffy Da scheine ich mit meinem Kommentar „Die ... Do, 17.07.14 02:12
  • Buffy aus Frankfurt 2
    Kommentar - Edit Mein Kommentar bezog sich natürlich auf den Beitrag von EdmontDantes1. ... Mo, 14.07.14 18:00
  • Buffy aus Frankfurt 2
    KREATIONISTEN-ALARM Ich hoffe, dieser fehlleitende Beitrag wird zügig gelöscht. Er ... Mo, 14.07.14 17:54
  • EdmondDantes1 aus Zürich 6
    Die Evolutions-Religion Sie schreiben in der Einleitung zum Artikel den Satz "Die Richtigkeit ... Mo, 07.07.14 19:30
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 10°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 11°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 13°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 17°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten