Völkermord in Argentinien bestätigt
publiziert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 09:34 Uhr

Buenos Aires - Ein argentinisches Gericht hat die Menschenrechtsverbrechen während der Militärdiktatur (1976-1983) erstmals als Völkermord bezeichnet. Diese Feststellung war von Menschenrechtsgruppen seit langem gefordert worden.

Schätzungen zufolge wurden unter der Herrschaft der Militärs etwa 30 000 Menschen umgebracht.
Schätzungen zufolge wurden unter der Herrschaft der Militärs etwa 30 000 Menschen umgebracht.
Sie ist nun in einem Urteil gegen einen früheren Polizeioffizier enthalten. Der heute 77-jährige Miguel Etchecolatz wurde vom Gericht in der Provinzhauptstadt La Plata wegen Folter, Mordes und Entführung von Regimegegnern zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Er habe sich dabei an einem staatlich organisierten Völkermord beteiligt, betonten die Richter. Schätzungen zufolge wurden unter der Herrschaft der Militärs etwa 30 000 Menschen umgebracht. Im Gerichtssaal brach nach der Urteilsverkündung Jubel aus.

Systematischer Vernichtungsplan

«Es handelte sich nicht um isolierte Einzelverbrechen, sondern um einen systematischen Vernichtungsplan, dem alle zum Opfer fielen, die der Diktatur bei der Verwirklichung ihres Gesellschaftsmodells im Wege standen», hatte die Staatsanwaltschaft ihren Antrag auf Feststellung eines Völkermordes begründet.

Diese Rechtsauffassung könnte für zahlreiche weitere Verfahren gegen ehemalige Polizisten und Militärs Bedeutung erlangen, weil alle Verbrechen damit Teil eines Völkermordes wären und härtere Strafen nach sich ziehen würden.

(bert/sda)

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