Vogelgrippe - Am Bodensee werden die Zugvögel erwartet
publiziert: Mittwoch, 2. Aug 2006 / 16:17 Uhr

Bern - Um die Vogelgrippe ist es ruhig geworden. Im Herbst dürfte sich die Situation aber wieder verschärfen. Die Behörden bereiten sich auf die Ankunft der Zugvögel vor: Am Bodensee werden ab Herbst die Wasservögel systematisch überwacht.

Täglich wird im Schnitt ein toter Vogel pro Tag untersucht.
Täglich wird im Schnitt ein toter Vogel pro Tag untersucht.
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Voraussichtlich ab September würden Wasservögel auf dem Bodensee mit Käfigfallen - so genannten Reusen - eingefangen, sagte Marcel Falk, Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Tiere würden untersucht, beringt und wieder freigelassen.

Im letzten Winter und Frühjahr hatte es nur auf dem Sempachersee ein solches Monitoring gegeben. Über 400 Tiere wurden im Rahmen dieses Programms untersucht.

Zudem wurden hunderte von Singvögeln auf der Ulmethöchi im Kanton Baselland und im Tessin sowie rund 200 bei der Wasserjagd erlegte Enten auf Vogelgrippe getestet. Ob im Herbst wieder Singvögel untersucht werden, ist noch offen.

Gefahr noch nicht gebannt

Weiterhin untersucht werden verendete Wasservögel, gegenwärtig pro Tag im Schnitt einer. Im Winter und Frühjahr hatten die Spezialisten hunderte von verendeten Tieren untersucht. Positiv auf das H5N1- Virus getestet wurden dabei insgesamt 32 Wasservögel, 31 davon aus der Bodenseeregion.

Seit Anfang April ist kein Fall von Vogelgrippe nachgewiesen worden. Die Gefahr ist aber nicht gebannt: Aus Laos, Thailand und Indonesien wurden jüngst wieder Ausbrüche von Vogelgrippe gemeldet. Die Situation in Südostasien sei offensichtlich nicht unter Kontrolle, sagt Falk.

Der Vogelzug hat bei einigen Vogelarten bereits begonnen, die grossen Zugvogelbewegungen setzen aber erst im Oktober ein. Dann werden Wasservögel aus dem Norden zur Überwinterung in der Schweiz eintreffen. Über eine Stallpflicht für Hühner entscheiden die Behörden je nach Situation.

(rr/sda)

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