Vogelgrippe erreicht alle grossen Nachbarländer
publiziert: Sonntag, 19. Feb 2006 / 19:49 Uhr

Die Vogelgrippe hat alle grossen Nachbarländer der Schweiz erreicht. Nach Italien, Österreich und Deutschland meldete am Wochenende auch Frankreich den ersten Fall eines mit dem H5N1-Virus infizierten Tiers.

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Das auch für Menschen lebensbedrohliche Virus wurde in einer Wildente nachgewiesen, die letzten Montag im östlichen Département Ain tot aufgefunden worden war.

Gesundheitsminister Xavier Bertrand betonte zugleich, in keinem einzigen Zuchtbetrieb sei der Erreger nachgewiesen worden. Trotzdem fürchtet die Geflügelzuchtindustrie - die grösste Europas - bedeutende Verluste.

Tausende Tiere auf Rügen gekeult

Auf der norddeutschen Ferieninsel Rügen begannen die Behörden mit der vorsorglichen Tötung von Nutzgeflügel. 2000 Gänse und Enten wurden gemäss Medienberichten abtransportiert. Bis Sonntag stieg die Zahl der positiv auf die Vogelgruppe getesteten Wildvögel auf 59.

Seuchenexperten der Bundeswehr halfen bei der Absperrung der Schutzzonen sowie beim Desinfizieren von Fahrzeugen, Kleidung und Strassen. Über Rügen wurde zudem ein Helikopterflugverbot verhängt, damit infizierte Vögel nicht aufgescheucht und unnötig in bisher nicht betroffene Gebiete vertrieben werden.

Vogelgrippe in Österreich

Die österreichischen Behörden meldeten unter Berufung auf erste Tests die Fälle 5 und 6 von Vogelgrippe. In der Hauptstadt Wien starb ein Schwan, im angrenzenden Bundesland Niederösterreich verendete eine Wildente am Virus H5N1.

Die Ausbreitung der Vogelgrippe bereitet auch ausserhalb Europas Sorgen. Am Wochenende wurde der Erreger erstmals bei Hühnern in Indien festgestellt. 50 000 Tiere seien in einer Hühnerfarm im Bundesstaat Maharashtra verendet, teilten die Behörden mit. Auch Iran meldete den ersten Fall der Seuche.

(fest/Si)

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