Vogelgrippe in Deutschland
publiziert: Mittwoch, 15. Feb 2006 / 10:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Feb 2006 / 11:09 Uhr

Bern - Das Vogelgrippe-Virus hat Deutschland erreicht. Die auf Rügen gefundenen toten Schwäne seien mit dem H5N1-Virus infiziert, sagte der Leiter des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth dem «ZDF- Morgenmagazin».

Hühner in den Stall: Das Virus hat Deutschland und Österreich erreicht.
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Aufgrund der Ergebnisse der «sorgfältigen Bestätigungstests» in Rügen hätten die Experten vom Robert-Koch-Institut «persönlich keine Zweifel mehr», dass die verendeten Vögel mit der Vogelgrippe infiziert gewesen seien, sagte Koch. Eine Bestätigung aus Grossbritannien über die EU-Institutionen sei in diesem Falle nicht nötig. Kurth warnte jedoch vor übertriebener Furcht. «Die Experten haben lange erwartet, dass mit dem Frühjahrszug der Vögel das Virus auch in Westeuropa ankommt.»

Tote Vögel nicht anfassen

In der Natur gefundene tote Vögel sollte man nicht anfassen, riet Kurth. Der Verzehr von Geflügelfleisch sei allerdings unbedenklich. «Die Tierbestände sind virusfrei». Das Bedrohungspotenzial für den Menschen habe sich ebenfalls nicht verstärkt, betonte Kurth. Von dem vom deutschen Verbraucherminister Horst Seehofer einberufenen Tierseuchen-Krisenstab erwartete Kurth weitere Massnahmen, die über die vorgezogene Stallpflicht für Hausgeflügel hinausgehen.

Dringender Verdacht in Österreich

In Österreich wurden Verdachtsfälle gemeldet: Es bestehe der «dringende Verdacht» dass zwei Wildschwäne in der Steiermark an H5N1 gestorben seien, sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. Die Gesundheitsbehörden in Schweden und Norwegen haben inzwischen die Geflügelhaltung im Freien verboten. Ein Sprecher des dänischen Gesundheitsamtes in Kopenhagen erklärte, man empfehle den Haltern von Geflügel dringend, die Tiere nicht im Freien zu halten. Ein eigentliches Verbot sei aus gesetzestechnischen Gründen nicht möglich.

(fest/sda)

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