Umfrage
Volk will keine Kostenlimite für Medizin
publiziert: Freitag, 26. Okt 2012 / 18:34 Uhr
Das Gesundheitswesen ist für die Mehrheit der Befragten generell zu teuer.
Das Gesundheitswesen ist für die Mehrheit der Befragten generell zu teuer.

Bern - Die Bevölkerung zeigt sich weiter solidarisch im Gesundheitswesen. Gemäss einer repräsentativen Umfrage wollen 75,6 Prozent der befragten Personen keine gesetzlich festgelegte Limite für Behandlungskosten. Angestossen hatte die Debatte letztes Jahr ein Postulat.

Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
1 Meldung im Zusammenhang
Seit der Nationalrat im September 2011 ein Postulat von Ignazio Cassis (FDP/TI) angenommen hat, muss sich der Bundesrat mit der kniffligen Frage beschäftigen, bis zu welchem Punkt die Allgemeinheit die medizinischen Kosten solidarisch mittragen soll, welche die Krankheit eines einzelnen verursacht.

In seiner Antwort auf das Postulat hielt der Bundesrat fest, dass eine «generelle Leistungsverweigerung» unzulässig sei. Er zeigte sich aber bereit, weitere Massnahmen im Bereich der seltenen Krankheiten zu prüfen und einen Bericht vorzulegen.

Nur 19,7 Prozent für Grenzwert

Das Bundesgericht hatte Ende 2010 entschieden, dass eine Frau aus dem Aargau ein Medikament gegen die Erbkrankheit Morbus Pompe nicht auf Kosten der Krankenkasse beziehen darf. Das Arzneimittel Myozyme kostet jährlich 600'000 Franken. Damit gaben die Bundesrichter der Publisana Recht, die sich geweigert hatte, das Medikament zu bezahlen.

Eine erste Antwort auf die schwierige Frage hat nun die Bevölkerung gegeben. In einer Umfrage erteilte sie einer Kostenlimite in der medizinischen Behandlung eine klare Absage: Nur 19,7 Prozent der Befragten befürworten einen Grenzwert medizinischer Ausgaben, um ein Leben voraussichtlich um ein Jahr zu verlängern.

Gesundheitswesen zu teuer

Gleichzeitig stützt aber eine grosse Mehrheit die Aussage, wonach das Gesundheitswesen generell zu teuer sei. 32,1 Prozent der Befragten sehen den Grund dafür in der Ausreizung des Solidaritätssystems, indem Patienten bei jedem kleinen Gebrechen einen Arzt aufsuchten. 31,8 Prozent der Befragten machen die Pharmaindustrie und deren überteuerte Medikamentenpreise verantwortlich.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Isopublic im Auftrag der Zeitung «reformiert» bei 1011 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zwischen dem 13. und 19. September durchgeführt.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neuenburg - Die Gesundheitskosten sind 2010 um 2,5 Prozent auf 62,5 Milliarden Franken gestiegen - im Vergleich zu früheren ... mehr lesen
Gesundheitskosten steigen 2010 auf über 60 Milliarden Franken.
Transparenter CH Medikamentenpreisvergleich
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Weiter fordern die Grünen Massnahmen bei den Prämienverbilligungen.
Weiter fordern die Grünen Massnahmen bei den ...
«Vitaminkur für das Gesundheitswesen»  Bern - Unter dem Titel «Vitaminkur für das Gesundheitswesen» haben die Grünen Schweiz Vorschläge für Reformen im Gesundheitswesen präsentiert. Unter anderem fordern sie dezentrale öffentliche Krankenkassen. 
Immunsystem reagiert weniger auf Therapie  Paris - Die Behandlung der Bluterkrankheit und auch anderen Erbkrankheiten kann bereits ...  
Die Behandlung bereits im Mutterleib ist von Vorteil.
Jugendliche riskieren einen Hörschaden durch laute Musik.
WHO fürchtet um Hörsinn:  Genf - Etwa 1,1 Milliarden Teenager und junge Erwachsene riskieren nach ...  
Herstellungverfahren reduziert Kosten  Madrid - Eine neue Methode soll die Herstellung optischer Nanosensoren ermöglichen, die auch auf ...  
Klebeband ist die Basis für Hightech-Nanosensoren.
Titel Forum Teaser
  • Cataract aus Zürich 32
    So ein Schwachsinn.... E-Zigaretten unter das Tabakgesetzt zu stellen wäre gleich blöd, wie ... Do, 05.02.15 18:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2827
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1202
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 60
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1202
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 60
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1568
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1202
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
Melanie Weisser ist Doktorandin in der molekularen Strukturbiologie an der ETH Zürich
ETH-Zukunftsblog Lokales Küstenmanagement in Madagaskar In Madagaskars Südwesten wächst der Druck auf die ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich -1°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 0°C 6°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 1°C 8°C bewölkt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Bern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten