Gegen Sexualkunde
Volksinitiative gegen frühe Sexualkunde
publiziert: Mittwoch, 28. Mrz 2012 / 11:26 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Mrz 2012 / 15:07 Uhr
Initianten wollen Unterschriften sammeln gegen Sexualkunde.
Initianten wollen Unterschriften sammeln gegen Sexualkunde.

Bern - Kein Sexualunterricht vor dem Alter von neun Jahren: Dies ist die zentrale Forderung einer eidgenössischen Volksinitiative, deren Text sich zurzeit bei der Bundeskanzlei in der Vorprüfung befindet. Den Anstoss gab der so genannte Sex-Koffer an den Basler Schulen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Urheber der Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» ist eine Gruppe von Basler Eltern, die sich in einem «Elternkomitee» organisiert haben. Dessen Präsident Benjamin Spühler bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Blick» vom Mittwoch.

Die Bundeskanzlei prüft nun, ob die formellen Bedingungen an eine Volksinitiative erfüllt sind, bevor die Unterschriftensammlung beginnen kann. Dies könnte noch in diesem Frühling der Fall sein.

Würde die Initiative dereinst vom Stimmvolk angenommen, müsste auch die umstrittene Sex-Box weg, die an den baselstädtischen Kindergärten und Schulen im Aufklärungsunterricht zum Einsatz kommt. Sie enthält unter anderem Abbildungen von Geschlechtsteilen.

Zartes Kindesalter

Schon Kindergärtler würden mit perversem und pornografischem Material konfrontiert, kritisiert das «Elternkomitee». Im zarten Kindesalter sei Sexualkundeunterricht fehl am Platz.

Gemäss der Initiative soll Sexualkunde ab der dritten Klasse schrittweise möglich sein. Zumindest bei jüngeren Kindern soll hierfür die Zustimmung der Eltern erforderlich sein. Denn Sexualerziehung sei grundsätzlich Sache der Eltern.

Die Initiative verlangt zudem mehr Prävention zum Schutz vor Kindsmissbrauch. Der Präventionsunterricht dürfe aber keine eigentliche Sexualkunde enthalten.

(alb/sda)

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Basel - Benjamin Spühler, Mitglied des Initiativkomitees der Initiative gegen ... mehr lesen
Nicht im Sinne der Initiative.
Bern - Keine Sexualkunde vor dem Alter von neun Jahren: Dies ist die zentrale Forderung einer eidgenössischen Volksinitiative, für die ein Komitee seit Dienstag Unterschriften sammelt. Gemäss dem Bundesblatt vom Dienstag hat das Komitee bis am 17. Oktober 2014 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften zusammenzubringen. mehr lesen 
sehe ich auch so
Nur informierte Kinder können verstehen, worauf man sie aufmerksam machen möchte. Nur informierte Menschen jeden Alters können auch kritisch sein, Gefahren erkennen und einschätzen oder sich nicht von jeder Panikmache beeinflussen lassen. Einen nicht geschulten Verstand kann keiner einsetzen.
"Du solltst nicht - warum? - weil ich es sage" hat ausgedient und wohl auch früher nie die gewünschten Resultate erziehlt.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass Erziehung in erster Linie Sache der Eltern ist, wenn aber ein Verbrechen geschieht, wird immer ein Schuldiger gesucht und häufig bei der Regierung, der Lehrerschaft, den Anwälten und Richtern, unserem ganzen System etc. gefunden. (oder SVP und SP ;))

"Die Initiative verlangt zudem mehr Prävention zum Schutz vor Kindsmissbrauch. Der Präventionsunterricht dürfe aber keine eigentliche Sexualkunde enthalten."

Erinnert mich an die Gemeinde (nicht meine Wohngemeinde), deren Bürger in einer Abstimmung vor Jahren mal einen Schulhausbau bewilligt, den dazu benötigten Kredit am selben Tag aber abgelehnt haben.

Helvetia: Sind Sie prinzipiell auch dagegen, dass Kinder so früh wie möglich Fremdsprachen lernen sollten? Die ausländischen Kinder tun das.
Aufklärung gegen Missbauch
Ich bin immer wieder überrascht wie hart gegen die Aufklärung vorgegangen wird.
Zeigt es sich doch ganz genau, dass früh aufgeklärte Kinder besser vor Missbrauch geschützt sind, als diejenigen die nicht aufgeklärt wurden.
Nun kommt eine Kampagne mit diffusen Ängsten und ein Verein der Werbung macht, den Schutz der Kinder massiv zu verschlechtern.
Ich bin täglich überrascht, was für kurzsichtige Meinungen Vereine ins Leben rufen. Vor was habt ihr Angst?
Wiederholung!
Anno 1982 wurde Sexualunterricht ab 1. Klasse mit Richtlinien und Lernzielen an Nidwaldnerschulen klangheimlich eingeführt.
Das rief den Frauen und Mütterverein Ennetbürgen zum Kampf auf; erfolgreich.
3 Jahre brauchte der Verein, um diesen obligatorischen Unterricht in der Unterstufe zu stoppen. Wer sich interessiert wie man erfolgreich eine solche Kampagne durchführt kann bei mir Unterlagen abfragen. 041 622 10 40
.
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