Volksleiden Rückenschmerzen - eine Herausforderung auch für Unternehmen
publiziert: Montag, 10. Aug 2015 / 14:45 Uhr
Der menschliche Körper ist nicht zum dauerhaften unbewegten Sitzen geschaffen.
Der menschliche Körper ist nicht zum dauerhaften unbewegten Sitzen geschaffen.

Rückenschmerzen belasten die Betroffenen, sie belasten aufgrund von Arbeitsausfällen aber auch Unternehmen und nicht zuletzt unser Gesundheitssystem: Laut einer Befragung der Rheumaliga Schweiz (www.rheumaliga.ch/Rueckenschmerzen) leiden 80% der Schweizerinnen und Schweizer - das sind mehr als 4,6 Millionen - mindestens einmal jährlich an Rückenschmerzen.

Die einschlägigen Kosten im Gesundheitssystem belaufen sich auf jährlich rund 3,4 Milliarden Franken, rechnet man noch Folgekosten durch Arbeitsausfälle oder Invalidität hinzu, steigt die Summe auf stolze 8 Milliarden Franken. Etwa ein Viertel aller Krankenstände - oder rund 10 Millionen Ausfalltage - werden durch Rückenbeschwerden verursacht: Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind Präventionsmassnahmen daher von wesentlicher Bedeutung.

Beschwerden können chronisch werden

Bei etwa einem Viertel aller Betroffenen - bei Frauen übrigens häufiger als bei Männern - chronifizieren sich die Rückenbeschwerden, was neben hohem persönlichem Leid auch enorme wirtschaftliche Kosten verursacht: Etwa jeder fünfte Betroffene fällt bis zu einer Woche aus, jeder zwölfte kehrt wochen- bis monatelang nicht an seinen Arbeitsplatz zurück. - Nicht selten ist das der Beginn einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit. Unter den chronischen Schmerzpatienten beläuft sich der Anteil jener, die an Rückenschmerzen leiden, auf etwa ein Drittel, man kann daher ohne Übertreibung von einer Volkskrankheit sprechen.

Nicht zum Sitzen geboren

Doch woher kommt das Kreuz mit dem Kreuz? Ein wesentlicher Grund besteht darin, dass der menschliche Körper nicht zum dauerhaften unbewegten Sitzen geschaffen ist: Die einseitige Körperhaltung belastet Muskulatur, Wirbelsäule und Bandscheiben. So erhöht sich etwa der Druck, der auf die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule ausgeübt wird, beim vorgebeugten Sitzen auf nahezu das Doppelte der Belastung beim Gehen. Während bei jüngeren Menschen funktionelle Beschwerden wie Muskelverspannungen dominieren, werden bei älteren Menschen über 50 zunehmend auch degenerative Erkrankungen zum Problem.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Häufiges Sitzen ist in unserer modernen Arbeitswelt kaum vermeidbar - falsches Sitzen dagegen schon: Bei vielen Betroffenen gehen die Beschwerden auf ergonomisch schlecht gestaltete Büromöbel zurück. Stühle, die zum statischen Sitzen zwingen oder nicht an die individuelle Körpergrösse angepasste Möbel manövrieren den Körper in eine Sitzhaltung, die zu Bewegungseinschränkungen, schmerzhaften Verspannungen und auf Dauer zu Bandscheibenproblemen führen kann. Hier sind nicht zuletzt die Unternehmen gefordert: Nicht nur verlangt das schweizerische Arbeitsgesetz von ihnen Massnahmen zum Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer, schon allein aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Vorbeugung krankheitsbedingter Ausfälle von hohem Interesse. Büromöbel, die Sitzen ohne Beeinträchtigungen ermöglichen, sollten in jedem Fall höhenverstellbar sein sowie eine möglichst dynamische Haltung fördern: Je mehr Bewegung am ergonomischen Bürostuhl möglich und nötig ist, desto effektiver wird die Wirbelsäule entlastet.

Bewegung fördern

Neben der richtigen Arbeitsplatzgestaltung spielt auch Bewegung und Ausgleichssport eine wesentliche Rolle: Häufig ist es eine zu schwache Muskulatur, die die Rückenbeschwerden (mit-)verursacht. Nicht nur die individuelle Verantwortung jedes einzelnen ist hier gefordert, auch Arbeitgeber können motivierend auf das Bewegungsverhalten ihrer Angestellten einwirken: Denn gesunde Mitarbeiter sind motivierter, belastbarer und leistungsfähiger.

(nb/IFJ)

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