Vom Angsthäschen zur Olympiasiegerin
publiziert: Freitag, 17. Feb 2006 / 09:17 Uhr

Zum Skeletonfahren kam Maya Pedersen-Bieri durch einen Ex-Freund. Nach dem ersten Versuch in Igls bei Innsbruck konnte sie sich allerdings nicht vorstellen, jemals nach olympischen Meriten zu trachten.

Maya Pedersen im Freudentaumel.
Maya Pedersen im Freudentaumel.
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«Ich hatte Panik. Ich hatte dauernd Angst, kopfvoran in die Eismauer zu knallen», sagte die Olympiasiegerin über ihre erste Fahrt mit dem Skeleton. Das ist schon lange her - über zehn Jahre.

Pedersens erste Olympia-Teilnahme war nur halbwegs von Erfolg begleitet. Im olympischen Rennen der Frauen 2002 stellte sie als amtierende Weltmeisterin im zweiten Durchgang zwar die Bestzeit auf, eine Medaille war aber schon nach der ersten Fahrt ausser Reichweite (7.) geraten. «Ich war damals einfach zu nervös», sagte sie.

Seither hat die aus Spiez stammende Pedersen reichlich an Wettkampfhärte zugelegt, sie wurde in der vergangenen Saison in Calgary (Ka) wie schon 2001 Weltmeisterin und in Altenberg (De) EM-Zweite. Im finalen WM-Durchgang 2004 widerstand sie allen Angriffen der Nordamerikanerinnen -- und dies nach der Babypause während der Saison 2003/2004. Pedersen ist im Übrigen die einzige Frau, die zwei Mal Weltmeisterin wurde.

Starke Sprinterin

Pedersen war als Leichtathletin eine starke Sprinterin mit Erfolgen an Landesmeisterschaften. In den Neunzigerjahren holte sie eine SM-Goldmedaille mit der 4x100-m-Staffel des TVL Bern (Länggasse). Handball spielte sie im Berner Oberland in der Regionalauswahl. Nach dem Wegzug nach Norwegen im Jahr 2000 gab sie diese Sportarten auf.

Die als Primarlehrerin ausgebildete Pedersen arbeitet ausserhalb der Saison im Olympic Centre von Lillehammer an der Buchungsstellte. Sie lebt mit ihrem Ehemann und Coach Snorre (33) seit rund fünfeinhalb Jahren in Norwegen. Snorre ist seit der WM 2005 Mayas ständiger Coach. Den Trip nach Übersee finanzierte sich der Ehemann dadurch, dass er auch noch Männer betreute.Vor zwei Jahren gesellte sich Tochter Miriam zur Familie. Miriam weilte während den Olympischen Spielen bei den Grosseltern im Berner Oberland.

(Daniel Good, Cesana/Si)

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