Obama zufrieden
Vom Iran freigelassene US-Bürger in Genf zwischengelandet
publiziert: Sonntag, 17. Jan 2016 / 20:51 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Jan 2016 / 00:02 Uhr

Genf - Drei der vier vom Iran freigelassenen US-Bürger sind am Sonntagabend in Genf zwischengelandet. Eine Schweizer Maschine hatte Amir Hekmati, Saeed Abedini und Jason Rezaian in Teheran abgeholt. Ein vierter US-Bürger wollte offenbar im Iran bleiben.

2 Meldungen im Zusammenhang
Teheran hatte die US-Bürger im Gegenzug für die Begnadigung von sieben Iranern durch die US-Justiz freigelassen. Der Austausch war am Samstag bekanntgegeben worden, kurz vor dem offiziellen Inkrafttreten des Atom-Abkommens und der Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran.

Das Schweizer Aussendepartement EDA begrüsste das Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das «am Sonntag die Freilassung von elf Personen ermöglicht hat». Auf Wunsch der beiden Parteien hatte die Schweiz bei dem Abkommen vermittelt.

Ein Schweizer Flugzeug mit einem EDA-Vertreter und Ärzten an Bord brachte am Sonntag drei vom Iran freigelassene US-Gefangene, darunter den «Washington Post»-Journalist Jason Rezaian, zurück. An Bord waren zudem die Mutter und die Ehefrau eines der drei Freigelassenen, wie das EDA weiter mitteilte.

In Genf wartete eine US-Militärmaschine auf die fünf Passagiere, um sie zur medizinischen Betreuung ins US-Militärspital im pfälzischen Landstuhl zu bringen.

Obama dankt der Schweiz

US-Präsident Barack Obama zeigte sich am Sonntag zufrieden: "Atomabkommen in Kraft getreten; US-Familien wiedervereint: Wir haben historische Fortschritte erreicht", sagte er in einer Fernsehansprache aus dem Weissen Haus. Er dankte auch der Schweizer Regierung für ihre Unterstützung bei der Vermittlung des Gefangenenaustauschs. Die Hilfe sei entscheidend gewesen.



Für die im Iran inhaftierten US-Bürger und ihre Familien ist ein Albtraum zu Ende gegangen: Jason Rezaian arbeitete als "Washington Post"-Korrespondent in Teheran, als er im Juli 2014 in seinem Haus verhaftet wurde. Er wurde wegen Spionage und Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen verurteilt.

Der Marineinfanterist Amir Hekmati war bei einem Besuch seiner Grossmutter in Teheran festgenommen und 2012 sogar zum Tode verurteilt worden. Erst nach 16 Monaten Isolationshaft durfte er Angehörige sehen, nachdem die Todesstrafe in zehn Jahre Haft umgewandelt worden war.

Der protestantische Pfarrer Saeed Abedini war 2013 zu acht Jahren Haft verurteilt worden, er soll Bibelkurse organisiert haben. Über den vierten Freigelassenen, Nosratollah Khosravi-Roodsari, ist nur wenig bekannt.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Der vom Iran freigelassene US-Journalist Jason Rezaian ist wohlauf. «Jason war guter Dinge», sagte «Washington ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter Diktator: Kim Jong-un.
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter ...
Achtens Asien Kim Jong-un ist ein Meister der Propaganda und (Selbst)Inszenierung. Nach vier Jahren an der Macht liess er sich nun am VII. Kongress der Koreanischen Arbeiterpartei zum Vorsitzenden krönen. mehr lesen  
Ersatzmutter von Kim Jong Un outet sich Washington - Eine angebliche Tante von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un, die unter ...
Südkoreas Marine feuert Warnschüsse ab Seoul - An der innerkoreanischen Grenze ist es erneut zu Spannungen gekommen. Die ...
Nordkorea beschliesst Ausbau von Atomwaffen Seoul - Nordkorea will seine Atomwaffenkapazitäten weiter ausbauen. Dies ...
Beseitigung von «Hindernissen»  Teheran - Der Iran und die EU wollen «Hindernisse» bei der Umsetzung des Atomabkommens beseitigen, von dem sich Teheran «spürbare» ...  
Handlungsbedarf für Europa in der Iran-Politik Zürich - Gleich zu Beginn des Europa-Iran-Forum in Zürich ist ein deutlicher Auftrag an die europäischen ...
Hintergrund dieses Aufrufs ist die Tatsache, dass für viele europäische Firmen in Iran lukrative Aufträge winken.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 730
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/home_col_3_1_4all.aspx?adrubIDs=626