EU-Spitzentreffen zur Schuldenkrise
Von Griechenland nach Italien: Die Krise wächst
publiziert: Montag, 11. Jul 2011 / 11:36 Uhr
Die europäische Finanz-Elite: Jose Manuel Barroso, Jean-Claude Juncker, Jean-Claude Trichet, Olli Rehn.
Die europäische Finanz-Elite: Jose Manuel Barroso, Jean-Claude Juncker, Jean-Claude Trichet, Olli Rehn.

Brüssel - Im Kampf gegen eine Ausweitung der Euro-Schuldenkrise hat EU-Ratspräsident Herman van Rompuy ein Spitzentreffen für Montagmittag einberufen. An der Sondersitzung nehmen EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker, EU-Währungskommissar Olli Rehn sowie EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso teil.

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Van Rompuys Sprecher trat dem Eindruck entgegen, dass es sich um ein Krisentreffen handelt. Es ginge vielmehr um Koordinierungsfragen. Italien sei nicht Thema der Gespräche.

Dagegen hatte die Nachrichtenagentur Reuters aus EU-Kreisen erfahren, dass die Spitzendiplomaten nicht nur über ein zweites Paket mit Hilfskrediten für Griechenland beraten wollten, sondern auch über die Gefahr einer Ausweitung der Schuldenkrise auf Italien.

Wachsender Druck auf Italien

Das Treffen sei organisiert worden, nachdem der Druck der Finanzmärkte auf Italien am Freitag deutlich zugenommen habe. Anleger wollten italienische Staatsanleihen nur noch kaufen, wenn sie dafür die höchste Gefahrenzulage seit Schaffung des Euro kassieren konnten. Die Zinsen auf den Schuldenpapieren näherten sich dabei einem Niveau an, dass einige Ökonomen für eine kritische Schwelle halten.

Im Anschluss an die Van-Rompuy-Runde sollten die 17 Euro-Finanzminister am Nachmittag zu einem regulären Treffen in Brüssel zusammenkommen, um über ein zweites Rettungspaket für Griechenland zu beraten. Dabei ist vor allem weiter unklar, in welchem Umfang Banken, Versicherer und Investmentfonds beteiligt werden sollen, ohne dass die Ratingagenturen dem hoch verschuldeten Land einen Zahlungsausfall bescheinigen. Auf die Beteiligung privater Gläubiger pochen neben Deutschland auch die Niederlande, Österreich und Finnland.

(dyn/sda)

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Dementi Dementi Demenz
Als wäre jemand darüber wirklich überrascht.
Italien ist der perfekt Kandidat für diese Krise.

Barroso, Juncker, Trichet dementieren seit Monaten immer jede Entwicklung, bis sie dann da ist.

Gerade ist es ja "in" die Rating Agenturen als Sündenböcke darzustellen um vom eigenen Totalversagen abzulenken.

Natürlich sind die Rating Agenturen zusammen mit den Banken, dem ausser Kontrolle geratenen Finanzmarktsystem und den Regierungen Schuld an der Krise.

Die EZB sagt ständig stopp! um eine Minute später wieder weiter! zu sagen. Die Glaubwürdigkeit ist dahin.

Der Schuldenschnitt bei Griechenland wird kommen. Selbstverständlich wird es laufend dementiert.
Und bis dahin glauben diese Leute tatsächlich, rigorose Sparprogramme seien die Lösung.

Der Privatsektor (Banken) wird nicht zur Verantwortung gezogen auch wenn Merkel dass noch so will. Dafür sind die Bankenvertreter zu mächtig geworden. Über das "Zückerchen" das Joe Ackermann angeboten hat, kann man nur lachen, das kostet die Bank jetzt nichts, dafür streicht sie dann in etlichen Jahren nochmehr horrende Zinsen ein.
Und die Rating Agenturen schreien ja ein Weltuntergangsszenario daher, sollten die Banken blechen müssen.

So oder so, es wird schiefgehen, es wird dementiert, dementiert, dementiert.

Geniessen wir die Zeit die uns noch bleibt bis der grosse Knall kommt. Es kann schon dieses Jahr der Fall sein, vielleicht nächstes Jahr, evtl. sogar erst in ein paar Jahren.
Denn die EZB, die EU Führung und die Bankenlobby machen nur eins: Sie schinden Zeit.
Diese Zeitschinderei klappt einigermassen, aber wer glaubt, damit den grossen Knall verhindern zu können, leidet wohl an Demenz.
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