Von PKK verschleppte Deutsche wieder frei
publiziert: Sonntag, 20. Jul 2008 / 13:30 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 20. Jul 2008 / 20:09 Uhr

Ankara - Die drei von der PKK am Berg Ararat entführten deutschen Bergsteiger sind nach zwölf Tagen wieder frei. Sie seien wohlauf und in den Händen türkischer Sicherheitskräfte, sagte ein Sprecher des türkischen Aussenministeriums.

Die drei Bergsteiger waren auf dem Berg Ararat entführt worden.
Die drei Bergsteiger waren auf dem Berg Ararat entführt worden.
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Die Kurdische Arbeiterpartei PKK habe die Geiseln in einem Berggebiet im Osten der Türkei auf freien Fuss gesetzt. Dort habe die Polizei sie übernommen. Gouverneur Mehmet Cetin sagte vor Journalisten, die Bergsteiger würden derzeit medizinisch untersucht und sollten dann den deutschen Behörden übergeben werden.

Die Geiselnehmer seien «gezwungen» worden, die Deutschen frei zu lassen. Die Militäreinsätze der türkischen Armee in der Region hätten sich «wie eine Schlinge immer weiter zugezogen», sagte der Gouverneur weiter.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier bestätigte die Freilassung der Bergsteiger. «Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut», sagte er in Berlin. Steinmeier dankte den türkischen Sicherheitsbehörden für die Zusammenarbeit.

PKK-Verbot in Deutschland

Die drei Deutschen waren am 8. Juli am Ararat im Grenzgebiet zu Iran und Armenien verschleppt worden. Die Drei gehörten zu einer 13-köpfigen Bergsteigergruppe, die an einer Tour des Deutschen Alpenvereins teilnahm. Die Bergsteiger hatten in 3200 Metern Höhe mit Genehmigung der Behörden ihr Camp aufgeschlagen, als sie von einer PKK-Gruppe überfallen wurden.

Die PKK hatte als Bedingung für eine Freilassung die Einstellung der türkischen Militäraktionen am Ararat sowie eine Änderung der deutschen Kurdenpolitik verlangt. Insbesondere kritisierten die Rebellen das Verbot des PKK-nahen Senders Roj-TV durch Berlin Mitte Juni. Die deutsche Regierung lehnte dies jedoch strikt ab und forderte stets eine bedingungslose Freilassung der Geiseln. Die PKK und ihre Nachfolgeorganisationen sind in Deutschland verboten.

Die PKK kämpft seit 1984 für einen eigenen Staat der Kurden oder zumindest ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei, auch mit Anschlägen in Touristengebieten.

(ht/sda)

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