Von Plankton, Diven und politischer Macht
publiziert: Mittwoch, 3. Dez 2014 / 14:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Dez 2014 / 16:27 Uhr
...und das passiert, wenn man den Smart-Spider auf die Demokratie los lässt.
...und das passiert, wenn man den Smart-Spider auf die Demokratie los lässt.

Am 1. Dezember fand im gut besuchten Sphères, organisiert von Entresol und der WOZ, ein spannendes Gespräch zum Thema «Politik per Bauchgefühl» statt. Der Kolumnist und Cartoonist Ruedi Widmer brachte grad zu Beginn die Diskussion auf den Punkt: «Soweit sind wir schon: Selbst das Volk missachtet den Volkswillen.» Gleichzeitig brach mit Schawinskis Talkshow-Hilfe der «Krieg der Umfrage-Könige» (Zitat Blick) aus.

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Die im Text erwähnte Kolumne
Blick am Abend Kolumne «Blubberbrause für Braune Zähne» von Regula Stämpfli
blickamabend.ch

Womit ich Ruedi Widmers Diktum aufnehme und formuliere: «Selbst die Demoskopen missachten den Volkswillen.» Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Denn im Konflikt Hermann-Longchamp geht es nicht einfach um einen «Zickenkrieg», sondern um Macht, Ideologie, Demokratie und Geld.

Claude Longchamp hat unzählige Journalisten und Politologen ausgebildet. Dank ihm konnten viele Menschen beeindruckende Karrieren hingelegt. Longchamp ist blitzgescheit, bewandert in der Fachliteratur und hat auf seinen Stadtwanderer-Touren Hunderte von Menschen, darunter viele ausländische Diplomaten, für Schweizergeschichte begeistert. Seit Jahren führt er für das Schweizer Fernsehen aufgrund seiner grossen fachlichen Qualifikation und seiner Fähigkeit, Wissenschaft mediengerecht rüber zu bringen und aufgrund bestimmter personeller Konstellationen - im SRF geht absolut nichts ohne Beziehungskorruption, ein für die kleine Schweiz leider nicht unübliches Phänomen - die Wahl- und Abstimmungsumfragen durch. Longchamp ist der erste Politologe in der Schweiz, der aufgrund der kleinkarierten Neidkultur damals und heute amtierender Warmwasserpolitologen nie zum ordentlichen Professor für Sozialwissenschaften, Geschichte oder Politikwissenschaft berufen wurde. Um seiner Berufung zum Vorteil für viele Menschen, die er inspiriert hat, nachkommen zu können, musste er also in der Privatwirtschaft oder in der Verwaltung sein Ein- und Auskommen finden. Er hätte locker Staatssekretär für irgendwas werden können, doch sein unabhängiger Charakter, verbunden mit Geltungsdrang wären ihm aber einer gradlinigen Beamtenkarriere im Wege gestanden.

So heftig, hart und so oft ich die Demoskopie-Demokratie mit wegweisenden inhaltlichen Kritiken dekonstruiert habe, übrigens aus einer Position einer jahrelang akkreditierten wissenschaftlichen Expertin bei der Europäischen Kommission gerade auch für diese Fragen (siehe bsp. Auch meine Kritik an Hoftalker mit Hofdemagogen), so übel ich die unglaublich häufigen Vermessungen politischer Meinungen für die Demokratie finde und dies in unzähligen wissenschaftlichen und medialen Artikeln gründlich belege, war für mich Longchamp auch innerhalb dieses Medien- und Wahlzirkus immer Garantie ordentlichen, seriösen und der Demokratie verpflichtenden Schaffens.

Klar doch: Sein Monopol ärgert, nicht zuletzt seine wirtschaftlichen Konkurrenten. Sein Monopol ärgert ebenso wie das SRF-Monopol. Doch beide ziehen ihre Monopolkraft aus guten demokratischen und politischen Gründen für die Demokratie.

Weshalb erwähne ich all dies? Weil mit Michael Hermann nicht einfach ein «anderer» Politologe das Monopol von Longchamp erben will, sondern mit dem Geograf der neoliberale Wechsel zur vollständigen Entpolitisierung aller wichtiger Debatten in der Schweizer Medienlandschaft vollzogen werden soll. Es ist kein Zufall, dass NZZ, 20 Minuten und TagesAnzeiger, Michael Hermann mit seinem «Diva»-Anfall gegen Claude Longchamp portieren. Sitzen in den betreffenden Redaktionen doch einige Leute, die sich angesichts hoher Analyseschärfe, Intelligenz, messerscharfer Rhetorik und einem Bibliothekswissen so minderwertig fühlen, dass sie nur Experten befragen, die ihr schon niedriges Niveau locker unterschreiten.

Im Konflikt Hermann-Longchamp geht es letztlich um Grundsatzfragen in der Demokratie. Auf welcher Basis können Menschen als «zoon politicon», als denkende, urteilsfähige und willensstarke Bürger und Bürgerinnen in Freiheit und Urteilskraft ihr Gemeinwesen gestalten?

Die Demoskopie-Demokratie hat Medienmechanismen hervorgebracht, die massenhaft eine «Politik per Bauchgefühl», den Rechtspopulismus, die hirnrissigsten politischen Verschwurbelungen («Wenn Penisse sprechen, verstummt die Demokratie», TM Regula Stämpfli) provoziert. Ich verweise auf die zahlreichen kritischen Artikel u.a. auch auf News.ch und auf mein Standardwerk «Die Macht des richtigen Friseurs».

Immerhin wurden die entsprechenden Umfragen von Claude Longchamp nachvollziehbar, den wissenschaftlichen Standards entsprechend, redlich und einem kritischen Wissenschaftsverständnis verpflichtet, in die Öffentlichkeit getragen. Diese Umfragen nun ausgerechnet an ein Institut zu vergeben, das sich von Interessenverbänden, Lobbies und einem undurchsichtigen Netzwerk von Journalisten fördern und bezahlen lässt, das mit «Smartevote» die ideologische Vermessung der Politiker nach Sotomo-Vorgaben vorantreibt («links», «mitte», «rechts» sind von Hermann definierte Positionen und keine objektiven Politikkriterien), ein Institut, dessen Leiter sich eine seiner Publikationen von Avenir Suisse bezahlen lässt (http://www.avenir-suisse.ch/6887/konkordanz-in-der-krise/), würde einen völligen Seichtwinddiskurs verbunden mit neoliberalen Idiotenkategorien auf Jahrzehnte in der Schweiz als «Wissenschaft» und «Politik» wehen lassen.

Gleichzeitig würde der schon herrschende Entpolitisierung, die sich in der mangelnden Relevanz diskutierter Themen wie in ständigen Personalisierungsattacken einiger Medien äussern, Vorschub geleistet, statt dass endlich eine öffentliche, berechtigte und für die Demokratie wichtige Wissenschaftskritik mediale Aufmerksamkeit kriegt.

Beispiel gefällig? Zitat Blick von Michael Hermann zum Ecoflop: «Offensichtlich haben sehr viele Stimmende klar unterschieden zwischen der SVP-Masseneinwanderungsinitiative (MEI) am 9. Februar und Ecopop . Sie haben nicht einfach ein Zeichen gesetzt, sondern genau angeschaut, was die Ecopop-Initiative fordert. Die Schlussfolgerung kann darum nur sein: Die Leute waren nicht bereit, nur für die Reduktion der Einwanderung die Zukunft der gesamten Schweizer Wirtschaft und die nützliche Verbindung mit der EU zu opfern.»

Woher hat Michael Hermann wissenschaftliche Daten, Aussagen, Interviews, die eine derartige Interpretation des Ecoflops belegen? Nichts, nada, niente. Es sind reine Spekulationen, die zudem den heftigen und engagierten Abstimmungskampf der Ecopop-Gegner und -Gegnerinnen völlig verschweigt. Es sind ähnliche Aussagen wie die, dass die «Jugend» für das Ja zur MEI verantwortlich sei (auch ein Schnellschusstraum) während alle Zahlen belegten, dass nicht die Jungen der Urne fern, sondern die Alten überproportional mobilisiert wurden (siehe Link «Blubberbrause für dritte Zähne»). Wird Longchamp für fehlerhafte Prognosen, die er übrigens immer mit einberechnet, geprügelt, so sollten ideologisch motivierte Heisseluft-Antworten ab und an auch kritisch, d.h. auf ihren wissenschaftlichen Gehalt hin, hinterfragt werden.

Hätte der Blick mich gefragt, weshalb es zu dem hohen Nein-Anteil gekommen ist, hätte ich mit guten Zahlen belegen können, dass das Nein zu Ecopop vor allem der emotional starke Kampagne u.a. der Kulturschaffenden und der Mobilisierung von Ecopop-Gegnern, die das Fernbleiben der SVP-Wähler weit überstiegen, zu verdanken ist. Wäre meine Antwort Mainstream, würde dies auch für künftige Abstimmungen Einiges aussagen. Denn dann wüsste man, dass Abstimmungskampagnen und die Art und Weise der Mobilisierung über Wahlen entscheiden und nicht ein irgendwo im Mediengesabber neoliberaler Spekulationen.

Die Diskussion vom Montag über «Politik als Bauchgefühl» und die von den Medien inszenierten Persönlichkeitsattacken unter den Politologen zeigen: Es geht um Macht, politische Positionen und nicht zuletzt um Geld. Wenn Hermann Longchamp angreift, geht es nicht einfach nur um einen «Zickenkrieg», sondern es geht um das grundlegende Verständnis von Wissenschaft und es geht um unterschiedliche politische Positionen. So ging auch meine berechtigte Kritik an Michael Hermann, dem ich als «Wahlvermesser» den «politischen Reflektionsgrad eines Planktons» attestierte, im Bad medialer Empörungsbewirtschaftung völlig unter. Dadurch werden wichtige wissenschaftliche Auseinandersetzungen durch die Medien und - ausschliesslich dem Ist-Zustand und nicht der Wissenschaft verpflichteten Experten - durch Personalisierung und - in meinem Fall - durch Geschlechtszuweisung enteignet.

Das Verbrennen von wichtigen Zusammenhängen im politischen Diskurs verbrennt weiterführendes Denken und letztlich auch eine informierte Teilnahme an der Politik.

Claude Longchamp ist der Aufklärung verpflichtet, Michael Hermann einem technisch unscharfen, wissenschaftlich wackeligen, medial inszenierten Expertentum. Mit der demokratievermessenen Bilderwende hin zur unkritischen «Macht des Faktischen», die jeden berechtigten Einwand zum Verstummen bringen soll, personifiziert Sotomo und dessen Leiter ähnlichen ahistorischen Live-Fetischismus wie dies Guido Knopp mit der konservativen Wende in der deutschen Geschichtswissenschaft für das ZDF vorantreibt. Aus dem «Hitler war's» wird dann in der Demokratie völlig zu Unrecht «Blocher war's.»

Es ist also nicht einfach ein «Krieg unter Umfragen-Könige», sondern eine Auseinandersetzung darüber, in wieweit es uns Bürger und Bürgerinnen via öffentlich-rechtliche Steuergelder noch erlaubt sein soll, uns über relevante Themen zu informieren und diese auch in der Öffentlichkeit formulieren zu können. Dass SRF den Auftrag, der sich offensichtlich nur in einem bescheidenen Budget von 30 ´000 Franken bewegt (ich erinnere an die Millionen falsch vergebener Gelder beispielsweise im SECO), nun ausschreiben will, ist ja eigentlich löblich. Noch löblicher wird sein, wenn sich 2015 mehrere Institute für den schwierigen Auftrag bewerben mit der Garantie, der Information, dem politischen Diskurs und der lebhaften Demokratie einen grossen Dienst erweisen zu wollen.

PS: Das letzte Mal als ich es gewagt habe, die inhaltlichen Positionen der hier erwähnten politischen Akteure wissenschaftlich zu hinterfragen, wurde meine Homepage gehackt, ich wurde in unzähligen Blogs und Kolumnen verunglimpft (Kritik durch Personalisierung und Geschlechtszuweisung eben enteignet), mein Wikipedia-Eintrag gefälscht, persönliche Daten verletzt und vieles andere mehr. Ich bin gespannt, was diesmal folgt. Denn wie gesagt: In der Frage betreffend Umfragen, Vermessung der Politik geht es nicht einfach um persönliche Differenzen, sondern da sind Kräfte und Interessen am Werk, denen es um Macht, Geld, Agenda-Setting, Medienbeeinflussung geht und weniger um Wissenschaft.

(Regula Stämpfli/news.ch)

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Hab' meinen Beitrag nochmals durchgesehen,
ich kann darin nichts finden, was beleidigender ist, als Ihre abgedroschenen Neidunterstellungen. Tut mir leid, dickes Brüderchen, sie reagieren empört, was Menschen immer dann tun, wenn ihnen nichts Besseres mehr einfällt.
Rechtfertigung
habe ich nicht nötig! Wieder so eine rotzfreche Unterstellung des dicken Bruders. Was sollte ich denn rechtfertigen?
Neidvorwürfe sind nun mal nichts anderes als freche und kriminelle Taten, die lediglich den Argumentsnotstand des Verfassers offenlegen.
Ungleiche Güterverteilung bringt wirtschaftlichen Stillstand, das ist eine unumstössliche Tatsache seit Solon! Was da die Neidunterstellung zu suchen, weiss wohl nur der dicke Bruder. "

"...gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen...."*

So steht's in unserer Bundesverfassung, und das ist ein sehr wegweisender Satz, der auf den Staatserhalt, auf seine wirtschaftliche Stärke zielt und mehr ist, als nur Empathie den Armen gegenüber!

* Präambel der Bundesverfassung vom 18 April 1999

Ja was glauben Sie denn, wer die Wirtschaftskrise verursacht hat, die sozial Schwachen? Nein, daran haben sich die bereichert, die so wie so schon alles besitzen. Haben die etwas zur Rettung der Banken beigetragen? Also jetzt hören Sie aber auf, die Steuerzahler als Neidhammel zu beschimpfen! Sie gehören doch auch zu Steuerzahlern oder vielleicht nicht? Aber offenbar haben Sie das gerne getan, die Reichen aussen vor zu lassen, Sie wollen ja nicht neidisch sein, gelle? Oh, Mein Gott!
Die Sozialdemokraten sollten in dieser Welt lediglich für einen Ausgleich besorgt sein, was ihnen leider nur ganz selten gelingt. Ihnen deswegen aber Neid zu unterstellen, ist nun einmal unanständig, verlogen und kurzsichtig!
Von einem allgemeinen Wohlstand profitieren alle, von Wohlstand einiger weniger geht die Wirtschaft kaputt und im Extremfall geht davon Krieg aus. So war es schon immer und so wird es immer bleiben. Um das geht’s dicker Bruder, nicht um diesen primitiven Neidvorwurf!
Auch Sozialdemokraten sind vor der Versuchung des Bescheissens nicht alle gefeit, aber die Grundrichtung der Weltanschauung ist doch in Ordnung. Daher ist es gut, dass es die verträumten aber meist in der Sache aufrichtigen Sozialdemokraten gibt. Das ist meine nüchterne Analyse der zu Ihrer Welt!
dicke Post
Hallo ’Männerumwicklerin’, Sie haben ein ganz eigenes Rechtsverständnis. Mir unterstellen Sie strafbare üble Nachrede.

Sie aber nehmen sich die Freiheit, mich aufs Übelste zu beschimpfen. Sie kennen sogar meinen BMI. Wenn ich wüsste, dass Sie dies alles verantworten können, was Sie schreiben, würde ich Sie bei der Redaktion melden. In Ihrem Fall bestätigt sich aber einmal mehr, dass wer keine Argumente hat, auf den Mann zielt.

Aus Ihren Zeilen geht einiges hervor, was den Tatsachen entspricht, es spricht aber auch viel Neid aus ihren Zeilen. Ich habe ja nie gesagt, dass ich das gut finde, dass die vereinigten Steuerzahler Europas Banken sanieren müssen. Ich habe aber etwas gegen den permanenten Angriff der SP auf diejenigen, die sich etwas erarbeitet haben. Mit dem Geld der anderen lässt sich leicht politisieren.

Mehr schreibe ich nicht und ich werde auch Ihren Versuch, sich zu rechtfertigen, nicht mehr beantworten.
Das Schlagwort von der „Neidgesellschaft“ geht um.
Ach so, wenn's mal nicht so passt, dann kann es nur Neid sein. Lieber Dicker Bruder, es fällt Ihnen wohl nicht im Traum ein, dass Neidunterstellung die viel schlimmere und gemeinere Sache ist, als jemanden für dumm halten? Der dumme ist für taten entschuldigt, der kann nicht anderes, aber Neidunterstellung ist üble Nachrede und das ist strafbar!
Denken Sie mal nach!
Wenn Banken ins Schleudern geraten, dann rettet sie der Staat. UBS 60 Milliarden, die Aktienverluste von über 100 Milliarden noch nicht mal eingerechnet, denn letzte 100 Milliarden fehlen teilweise noch heute den Pensionskassen. Die Hypovereinsbank würde mit 280 Milliarden Euro gerettet, natürlich vom Staat, also nur mal diese beiden Beispiele zusammen kosteten den Steuerzahler mehr als die ganze russische Börse wert ist.

Auf dem G-20-Gipfel in St. Petersburg wurde 2013 beschlossen, dass bei einem Staatsbankrott wie zum Beispiel Griechenland, zuerst die Vermögen konfisziert werden sollen. bevor ein anderer Staat zur Kasse gebeten werden kann. Alles natürlich nur Neid!
Und dann kommen sie Sie und reden von Neid, wenn der Wermuth von 590 Milliarden Privatbesitz redet. Woher haben denn die Reichen das ganze Geld und vor allem wer hat es verdient?
Der Privatbesitz von Italien liegt bei rund 3 Billionen, wer zahlt aber, wenn eine Bank dort kentert, natürlich der Staat, also der einfache Bürzer, und dann kommen Sie reden von Neid. Ja, sind Sie denn noch Trost?

Ach ja, die moderne Gesellschaft hat schon lange begriffen, dass der Kapitalismus gerade dabei ist, sich selbst abzuschaffen. Da muss der gute Wermuth gar nicht mehr viel beitragen. Sie scheinen ja gar nicht auf dem Laufenden zu sein, mein guter dicker Bruder!

Also, ich sag’s jetzt mal so, und ich weiss genau, dass sie's doch nicht begreifen (wollen): Sie machen sich's verdammt einfach, Sie arbeiten mit hundsgemeinen Unterstellung, weil Ihnen offenbar gar nicht auffällt, dass es in einem Staat nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn 2 % der Menschen über 90% der Mittel besitzen. Für Sie mag das normal sein, für einen verständigen Menschen wie den Wermuth ist der ein solcher Staat in Gefahr, in einer Diktatur unter zu gehen!
Mit Neid haben die Besitzenden schon immer jedes soziale Bestreben heruntergeredet!
Gut geschrieben..
liebe Kassandra. Nur etwas mache ich nie, Andersdenkende als Dummköpfe bezeichnen. Ich vertrete meine Weltanschauung, respektiere aber andere Meinungen.

Eine kleine Differenz haben wir doch noch. Wer sich nach den SP-Parolen richtet, der sollte seine Taschen ganz fest zunähen, denn in deren Parteiprogramm steht u.a. geschrieben, dass sie den Kapitalismus überwinden will. Beispiel gefällig? (Tweet von C. Wermuth, SP AG): «Die 300 Reichsten besitzen 2014 rund 590 Mia Vermögen! Unsere Gesellschaft muss völlig übergeschnappt sein, dass wir sowas zulassen» Da spricht der pure Neid!
Nur wer SP-Mitglied ist, kann sachlich und neutral informieren?
Das hat schon was für sich, wenn ich mir die letzten Abstimmungen so ansehe. Die Abschottungs-, die Eco Pop-, die Gold- die Verwahrungs- und die Minarettinitiative hat die SP alle abgelehnt, so falsch liegt die meiner Beobachtung nach nicht in der politischen Landschaft. Wir alle hätten einen Minimallohn und auch 6 Wochen Ferien, nur Dummköpfe können solche nützlichen Dinge ablehnen.
Ja, der Stil der Frau Stämpfli ist wirklich zum Weglaufen, aber wo sie Recht hat, hat sie Recht, die Stämpfli! "Die SP hat die meist besseren Lösungen."
Es geht überall ums Geld und mit Geld lassen sich auch Prognosen beeinflussen. Es kann mir doch niemand sagen, dass Wahlprognosen kein Mittel der Wählerbeeinflussung seien. Also werden sie auch so ausfallen, die unterschiedlichsten Prognosen. Von mir aus könnte man die auch alle abschaffen, nichts als rausgeworfenes Geld für mich.
Wer nicht weiss, was er abstimmen soll, der sollte sich auch nicht an Prognosen eine Meinung bilden, sondern die SP Parolen zu Rate ziehen, da kann er sicher sein, dass er für die Gemeinschaft das Optimale wenn auch nicht immer das notwendigerweise Beste tut!.
Es ist schon verwunderlich, dass wir überhaupt immer wissen wollen, was die Zukunft bringt. Die Griechen wanderten nach Delphi, die Römer beobachteten den Vogelflug oder das Gedärme geschlachteter Tiere. Glaubt eigentlich jemand, wir seien irgendwie weiter gekommen in den letzten 2000 Jahren?
Ja, den Erklärungsversuchen nach den Abstimmungen lausche ich auch immer gerne! Meistens sind die amüsanter als die Abstimmungsparolen.
Nur SP-Mitglieder sind glaubwürdig!
Sagt da ein(e) Esel(in) dem andern Langohr? « Dadurch werden wichtige wissenschaftliche Auseinandersetzungen durch die Medien und - ausschliesslich dem Ist-Zustand und nicht der Wissenschaft verpflichteten Experten - durch Personalisierung und - in meinem Fall - durch Geschlechtszuweisung enteignet.»

Wenn zwei dasselbe tun: «Die Demoskopie-Demokratie hat Medienmechanismen hervorgebracht, die massenhaft eine «Politik per Bauchgefühl», den Rechtspopulismus, die hirnrissigsten politischen Verschwurbelungen («Wenn Penisse sprechen, verstummt die Demokratie», TM Regula Stämpfli) provoziert. Ich verweise auf die zahlreichen kritischen Artikel u.a. auch auf News.ch und auf mein Standardwerk «Die Macht des richtigen Friseurs». Mal ganz abgesehen vom ’intellektuellen’ Wortschatz!

Fazit aus Sicht der Kolumnistin: Nur wer SP-Mitglied ist, kann sachlich und neutral informieren!

Mein Fazit: Ich beachte die Umfragen nicht und beziehe sie auch nicht in meine Gedanken zu Abstimmungen ein. Am Abstimmungstag lausche ich hingegen gern den Erklärungsversuchen.
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