von Sascha Rhyner, Basel
Von der Tribüne ins Rampenlicht
publiziert: Mittwoch, 15. Nov 2006 / 07:56 Uhr

Bei West Bromwich Albion ist Pascal Zuberbühler derzeit zum prominenten Zuschauer degradiert worden; im Schweizer Nationalteam ist der Keeper noch immer eine feste Grösse.

Pascal Zuberbühler geniesst das Vertrauen von Köbi Kuhn.
Pascal Zuberbühler geniesst das Vertrauen von Köbi Kuhn.
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17 Spiele absolvierte Pascal Zuberbühler mit seinem neuen Verein, dann signalisierte ihm Trainer Tony Mowbray, dass er die nächsten Partien nicht spielen werde. Das war vor knapp zwei Wochen.

«Es war das erste Gespräch und bisher auch das letzte», so Zuberbühler, der sich gleichwohl «gelassen» gibt. Den Grund für seine Versetzung habe er noch immer nicht erfahren; der Coach habe ihm einzig erklärt, kein Goalie für die Bank zu sein.

Zuberbühler nahm es «zur Kenntnis» und sass zuletzt nur auf der Tribüne.

Auch ohne Zubi nicht besser

Zwar nehme er den dritten Gegentreffer beim 3:3 gegen die Queens Park Rangers auf sich; wegen angeblichem hämischem Applaus der Fans habe er seinen Platz jedoch nicht verloren.

Gewonnnen hat West Brom auch die beiden Spiele ohne Zuberbühler nicht; die «Baggies» sind auf den 9. Platz abgerutscht.

«Mit mir im Tor haben wir am zweitwenigsten Gegentore in der Liga zugelassen», rechnet Zuberbühler vor, der an der WM in vier Spielen ohne Gegentreffer geblieben war. «Fantastisch»

Umso mehr freut sich «Zubi» auf den heutigen Auftritt gegen Brasilien, zumal er - so ist es zumindest vorgesehen - die ganze Partie spielen wird.

«Das neue, alte Joggeli sieht fantastisch aus», erzählt der 35-jährige Thurgauer nach dem ersten Eindruck des auf 38 929 Plätze ausgebauten St.-Jakob-Park.

Und er betont, die Schweiz habe nach dem Auftritt in Österreich (1:2) etwas gutzumachen. «Es war gut, dass wir 'einen auf den Deckel' bekommen haben; nun zeigt sich, ob die Mannschaft gereift ist», erklärt er weiter.

«Grosser Test»

Im Spiel gegen Österreich bemängelte Zuberbühler die fehlende Konzentration. «Wir wollten auf dem Feld einfach 'chügele', aber das geht heute nicht mehr», sagt er und erklärt deshalb das Spiel gegen Brasilien «zum grossen Test».

Diese Partie sei auch für die Akteure ein riesiger Event. «Brasilien ist Brasilien.» Die Qualitäten des fünffachen Weltmeisters sind hinlänglich bekannt. «Ich war schon als kleiner Bub Brasilien-Fan», erzählt «Zubi» und fügt an, dass es für einen Fussballer nichts Schöneres gebe, als gegen Brasilien zu spielen.

Und er hofft, mit guten Erinnerungen an die heutige Partie nach England zurückzukehren. Zumindest wird er wohl das Trikot seines Antipoden im Gepäck haben. «Das brasilianische Jersey fehlt mir noch in der Sammlung», erklärt er mit einem Schmunzeln.

(rr/Si)

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