Romney gewinnt in Utah
Vorwahl der US-Republikaner beendet
publiziert: Mittwoch, 27. Jun 2012 / 08:53 Uhr
Romney gewinnt auch letzte Republikaner-Vorwahl in Utah.
Romney gewinnt auch letzte Republikaner-Vorwahl in Utah.

Washington - Der sechsmonatige Vorwahl-Marathon der US-Republikaner ist mit einem weiteren Sieg des designierten Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu Ende gegangen. Romney gewann die Abstimmung in Utah ersten Ergebnissen zufolge mit mehr als 90 Prozent, wie US-Medien berichteten.

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In dem westlichen Bundesstaat bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung wie Romney zum mormonischen Glauben. Die Nominierung des Ex-Gouverneurs von Massachusetts galt bereits als sicher, seit Mitte April sein stärkster Rivale Rick Santorum aufgegeben hatte.

Ende Mai hatte der Multimillionär dann die nötigen Delegiertenstimmen in der Tasche, um auf dem Parteitag der Republikaner Ende August offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gewählt zu werden.

Ein Teil der abgegebenen Stimmen entfiel auch auf Santorum sowie den früheren Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, der Anfang Mai ebenfalls das Handtuch geworfen hatte. Beide Ex-Bewerber haben ihre Unterstützung für Romney erklärt.

Der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul blieb dagegen offiziell im Rennen, stellte seinen Wahlkampf aber weitgehend ein. Paul holte in Utah ersten Ergebnissen zufolge vier Prozent.

Partei vereint

Der 65-jährige Romney war als Favorit in den Vorwahlkampf gestartet, vor allem der erzkonservative Flügel der Republikaner stand ihm aber skeptisch gegenüber. Mittlerweile hat er die Partei hinter sich vereinen können.

Im Wahlkampf setzt der frühere Fondsmanager auf Wirtschaftsthemen und wirft Obama vor, für die schleppende konjunkturelle Erholung nach der Rezession verantwortlich zu sein. In landesweiten Umfragen lag Romney laut der Webseite realclearpolitics.com zuletzt knapp hinter dem Amtsinhaber.

Romney ist der erste Mormone, der für eine der beiden grossen US-Parteien ins Rennen um das Weisse Haus gehen wird. Die im 19. Jahrhundert in den USA gegründete Glaubensgemeinschaft sieht sich in der Tradition des Christentums, wird von Teilen der US-Bevölkerung aber kritisch beäugt.

(alb/sda)

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