Präsidentschaftskandidaten
Vorwahl in Argentinien
publiziert: Sonntag, 9. Aug 2015 / 22:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Aug 2015 / 01:09 Uhr
Wer folgt auf Cristina Kirchner?
Wer folgt auf Cristina Kirchner?

Buenos Aires - Die Argentinier haben am Sonntag in einer Vorwahl ihre Präsidentschaftskandidaten für die eigentliche Wahl im Herbst bestimmt. Trotz Gewittern und Überschwemmungen in Teilen des Landes durften etwa 32 Millionen Wahlberechtigte zur Urne gehen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Die Vorwahl hat daher fast die Bedeutung eines ersten Wahlgangs für die Wahl am 25. Oktober, bei der Präsidentin Cristina Kirchner nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf. Mit ersten Ergebnissen der Abstimmung wurde erst am Montag gerechnet.

«Das ist eine grosse Wählerbefragung, die zugleich wie ein erster Wahlgang wirkt», sagte der Soziologe und Meinungsforscher Ricardo Rouvier. Die Mehrheit der Argentinier werde im Herbst genauso abstimmen.

15 Bewerber, 3 Favoriten

Bestimmt werden sollten die Präsidentschaftskandidaten der jeweiligen Parteien. Unter den 15 Bewerbern gab es drei Favoriten: Daniel Scioli, der einzige Kandidat von Kirchners peronistischer Mitte-links-Partei, dann der Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri, von der konservativen Allianz Cambiemos (auf Deutsch in etwa: «Lasst uns etwas ändern»), und der Mitte-rechts-Kandidat Sergio Massa für die Koalition UNA (Unidos por una Nueva Alternativa, «Vereint für eine neue Alternative»).

Alle Umfragen sprachen Scioli etwa 37 Prozent zu, während sein grosser Rivale Macri bei rund 29 Prozent lag, der jedoch bei der Wahl im Herbst dann Stimmen von ausgeschiedenen Mitbewerbern aus seinem Lager auf sich vereinigen könnte.

«Wenn Macri fünf Punkte oder weniger hinter Scioli liegt, kann er es glaubhaft machen, dass er erfolgreich antritt», sagte der Politologe Rosendo Fraga. Es wäre das erste Mal, dass ein konservativer Politiker in Argentinien durch eine Wahl an die Macht kommt.

Kirchner-Clan wird abgelöst

Wer die Wahl im Herbst auch immer gewinnt, es wird ein Einschnitt für das Land werden. Der Kirchner-Clan ist dort seit 2003 an der Macht, zuerst mit dem inzwischen verstorbenen Néstor Kirchner als Präsident, danach mit dessen Ehefrau Cristina als Präsidentin.

Nach der argentinischen Schuldenkrise war die Wirtschaft des Landes unter der Präsidentschaft Néstor Kirchners jährlich deutlich gewachsen. Derzeit schwankt die Wirtschaft zwischen Stagnation und kümmerlichem Wachstum, die Arbeitslosigkeit stieg auf rund 7 Prozent an und die Inflation auf über 20 Prozent.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Buenos Aires - Bei der Präsidentschaftswahl in Argentinien kommt es erstmals in der ... mehr lesen
Buenos Aires - Argentinien hat am ... mehr lesen
Buenos Aires - In Argentinien wird am Sonntag der Nachfolger von Präsidentin ... mehr lesen
Argentinien: Cristina Fernández de Kirchner darf sich laut Verfassung nicht um eine dritte Amtszeit in Folge bewerben.
Horacio Rodríguez Larreta (l.) und Mauricio Macri in Buenos Aires. (Archivbild)
Buenos Aires - Der konservative Kandidat Horacio Rodríguez Larreta hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gewonnen. Der Bewerber ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 4°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 2°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern 2°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Genf 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten