Olympia Ski nordisch:
Vorwürfe gegen Spaniens NOK im Doping-Skandal
publiziert: Donnerstag, 28. Feb 2002 / 16:18 Uhr

Salt Lake City/Barcelona - Im Skandal um den gedopten zweifachen Langlauf-Olympiasieger Johann Mühlegg hat Spaniens führender Doping-Experte Jordi Segura schwere Vorwürfe gegen das Nationale Olympische Komitee (NOK) erhoben.

Der olympische Verband Spaniens habe verhindert, dass der Wahl- Spanier Mühlegg und dessen Teamkollegen vor den Spielen in Salt Lake City vorbeugend auf das Mittel EPO und ähnliche Stoffe getestet worden wären, schreibt Segura in der Zeitung «El País». Das von ihm geleitete Dopinglabor habe dem NOK seine Dienste angeboten, aber nie eine Antwort erhalten.

Derweil sorgt der Skandal beim Hersteller des Mittels Nesp für grosse Verwunderung. «Es ist absurd, sich damit zu dopen, zumal es leicht nachweisbar ist», erklärte Jean Caraux, medizinischer Direktor in der französischen Niederlassung des amerikanischen Pharma-Unternehmens Amgen. Caraux sagte ausserdem, sein Unternehmen habe auf entsprechenden Wunsch hin mit dem IOC und der Anti-Doping- Weltagentur WADA zusammengearbeitet.

(kil/sda)

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