Vorzeichen stehen gut
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 10:31 Uhr

Bern - FDP-Präsident Fulvio Pelli mag nach den Verlusten der FDP vom Wochenende in Zürich und Winterthur nicht von schlechten Vorzeichen für die eidgenössischen Wahlen 2007 reden.

Fulvio Pelli blickt zuversichtlich in die Zukunft der FDP.
Fulvio Pelli blickt zuversichtlich in die Zukunft der FDP.
Die Bemühungen um eine Trendumkehr hätten erst begonnen, sagte er.

Die Strategie der FDP, für urbane Wähler wieder interessanter zu werden, stehe noch am Anfang, hielt Pelli in einem Interview in der «Mittelland Zeitung» fest. Er wolle sich für den Entscheid, ob die FDP dieses Ziel erreicht habe, noch etwas Zeit lassen.

Im Gegensatz zur CVP, die um jeden Preis Sitze holen wolle und deshalb um linke Stimmen buhle, ändere die FDP nicht aus wahltaktischen Überlegungen ihren Kurs, sagte Pelli gegenüber dem «Blick». Sie wolle zurück zur wirklich liberalen Politik und so ihre Mandate und entsprechende Wähleranteile verdienen.

Affären vermeiden

Bis zu den eidgenössischen Wahlen 2007 werde die FDP auf Kurs sein. Hausgemachte Affären wie jene um die Regierungsratswahl in Basel-Stadt, wo wegen zwei heiklen Verwaltungsratsmandaten des Ehemannes von Saskia Frei ein Regierungssitz aufs Spiel gesetzt worden sei, müsse die FDP vermeiden.

Anders beurteilt der Zürcher Sozialgeograf Michael Hermann die Aussichten der FDP für 2007. In der nationalen Politik sei der Block SVP/FDP übervertreten, und die Basis beider Parteien trage den neoliberalen Kurs nicht vollumfänglich mit, sagte er in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Hermann rechnet darum mit einer Korrektur bei den nächsten Wahlen. Dabei habe die FDP die schlechteren Karten als die SVP. Profitieren werden seinen Erwartungen zufolge «sozial orientierte» bürgerliche Parteien wie CVP und EVP.

(rr/sda)

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