WADA-Chef Pound droht FIFA und IOC
publiziert: Sonntag, 2. Nov 2003 / 21:09 Uhr

Im Kampf gegen das weltweite Doping setzt die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA jetzt sogar Privatdetektive ein, wie WADA-Chef Richard Pound der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag" erklärte.

Für den Fussball und den Radsport kündigte Pound die Streichung aus dem Olympia-Programm für Athen an, falls die FIFA und die UCI nicht den Anti-Doping-Code unterzeichnen.
Für den Fussball und den Radsport kündigte Pound die Streichung aus dem Olympia-Programm für Athen an, falls die FIFA und die UCI nicht den Anti-Doping-Code unterzeichnen.
Der Kanadier will alles tun, damit es im kommenden Jahr in Athen saubere Olympische Spiele gibt. Selbst acht Jahre alte Proben sollen neu getestet werden. Pound: "Ich hoffe, dass sämtliche Proben noch vor den Olympischen Spielen in Athen auf Wachstumshormone untersucht werden können. Ausserdem sind wir dem Gendoping auf der Spur."

Für den Fussball und den Radsport kündigte Pound die Streichung aus dem Olympia-Programm für Athen an, falls die FIFA und die UCI nicht den Anti-Doping-Code unterzeichnen.

"Beide Verbände haben Probleme mit der zweijährigen Sperre nach einem positiven Dopingfall", so Pound, "aber seien Sie gewiss, bis zu den den Olympischen Spielen werden sie unterschreiben, sonst wird Fussball und Radsport in Athen aus dem Programm genommen und das macht sie nervös." Beide Verbände haben bislang nur mit Vorbehalt dem Kodex zugestimmt.

Auch für die Analyse von Dopingproben kündigte Pound Änderungen an. "Bislang mussten laut Regel des IOC negative A-Proben nur 30 Tage aufbewahrt werden. Im Anti-Doping-Code der WADA wurde jetzt eine Aufbewahrungsperiode von acht Jahren festgelegt. Und wenn sich ein neuer Test für Wachstumshormone bewährt hat, werden die Proben eben wieder analysiert", erklärte Pound.

(bsk/Si)

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