WBK will bei Hunden härter durchgreifen
publiziert: Freitag, 28. Apr 2006 / 14:23 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Apr 2006 / 15:26 Uhr

Bern - Die Wissenschaftskommission (WBK) des Nationalrates ist enttäuscht und verärgert über die «Schwachstromverordnung» des Bundesrates gegen gefährliche Hunde.

Der Bundesrat soll eine Liste der verbotenen Hunderassen erstellen.
Der Bundesrat soll eine Liste der verbotenen Hunderassen erstellen.
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Sie unterstützt daher eine parlamentarische Initiative von Pierre Kohler (CVP/JU). Die Initiative war eingereicht worden, nachdem am 1. Dezember 2005 drei Pitpulls in Oberglatt ZH einen sechsjährigen Buben zu Tode gebissen hatten. Kohler verlangt ein Verbot der Haltung von Pitbulls und anderen Kampfhundearten in der Schweiz. Der Bundesrat soll eine Liste der verbotenen Hunderassen erstellen.

Wie Präsidentin Kathy Riklin (CVP/ZH) vor den Medien in Bern erklärte, ist die WBK unzufrieden. Die vom Bundesrat beschlossene Meldepflicht für Hundebisse und die weiteren Vorschriften für Hundehalter genügten nicht, weil jeder Kanton weiter seinen eigenen Wege gehen müsste.

Die WBK stimmte der Initiative mit 13 zu 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen zu. Damit sie eine Vorlage ausarbeiten kann, braucht sie noch die Zustimmung der ständerätlichen Schwesterkommission. Diese dürfte im Juni entscheiden.

(fest/sda)

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