WEF-Gegner starten mit Aktionen
publiziert: Samstag, 21. Jan 2006 / 15:11 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jan 2006 / 16:17 Uhr

Bern - In Bern, Chur, Burgdorf und Thun haben am frühen Nachmittag die ersten der dezentralen Aktionen gegen das Weltwirtschaftsforum WEF friedlich begonnen.

Die WEG-Gegner beschränkten sich vorwiegend auf kreative und friedliche Aktionen.
Die WEG-Gegner beschränkten sich vorwiegend auf kreative und friedliche Aktionen.
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Bislang folgten meistenorts nur wenige den Aufrufen zum Protest. In Bern war der Protest gut hörbar: Aus den überall in der Innenstadt aufgestellten Lautsprechern klang Reggae und das Programm des Berner Alternativ-Radiosenders Rabe live, von der Bühne am Waisenhausplatz war Hiphop zu hören. Derweil zogen Aktivistinnen und Aktivisten durch die Innenstadt.

Mit Fahnen und Plakaten protestierten sie gegen das WEF, liessen farbige Ballone in den Himmel steigen und veranstalteten kleine Strassentheater. Auf dem Bundesplatz erinnerten Figuren aus blauem Sperrholz mit Aufschriften an gewerkschaftliche Aktivisten auf der ganzen Welt.

Pax Americana

Die beiden Hauptstrassen der Innenstadt, die Kramgasse und die Spitalgasse, säumten pinkfarbene Flaggen mit einer Anti-WEF- Aufschrift und einer frech grinsenden Comicfigur. Ein Panzer aus Karton mit der Aufschrift «Pax Americana» wurde durch die Strassen geschoben.

«No Demo» heisst die Protestaktion in Bern - mit Grund: Die Organisatoren verzichteten auf einen Demonstrationszug, um «mit kleinen, kreativen Aktionen in der Innenstadt präsent zu sein», wie sie im Vorfeld mitteilten. Veranstalter sind Gewerkschaften, Parteien, die attac und weitere linke Gruppierungen.

Nicht nur friedlich

In Chur folgten nur um die 40 Personen dem Aufruf zur «No Demo» in der Innenstadt. Sie spielten in der Fussgängerzone mit einer Erdkugel Fussball. Die eine Mannschaft verkörperte im Outfit von Managern die reiche, die zweite in verlumpten Kleidern und mit Ketten an den Füssen die arme Welt.

Nicht überall blieb es friedlich: WEF-Gegner beschossen in Zürich in der Nachtden Wohnsitz eines Unternehmensberaters und Verwaltungsrates des Technologiekonzerns Ascom mit einem Sprengkörper. Laut Stadtpolizei Zürich brachten sie Sprayereien an und zerbrachen eine Scheibe.

(ht/sda)

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