WHO fordert totales Werbeverbot für Zigaretten
publiziert: Freitag, 30. Mai 2008 / 16:25 Uhr

Genf - Zum morgigen Welt-Nichtrauchertag fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein umfassendes Werbeverbot für Zigaretten. Insbesondere 1,8 Milliarden Junge müssten vor den Gefahren des Rauchens geschützt werden.

Die Regierungen in aller Welt sind aufgerufen, totale Werbeverbote in die Wege zu leiten.
Die Regierungen in aller Welt sind aufgerufen, totale Werbeverbote in die Wege zu leiten.
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Nach jüngsten Studien sei diese Zielgruppe der Tabakreklame besonders stark ausgesetzt, sagte Douglas Bettcher von Anti-Tabak-Initiative der WHO vor der Presse in Genf. Der Welt-Nichtrauchertag 2008 steht deshalb unter dem Motto «Rauchfreie Jugend».

Die Organisation weist darauf hin, dass die Zigarettenhersteller Milliarden Dollar zur Verbreitung «subtiler Werbung» ausgäben, mit der junge Menschen in die Fänge der Tabakindustrie getrieben würden.

Zurzeit sei nur fünf Prozent der Weltbevölkerung vollständig vor Zigarettenpromotion jeglicher Art geschützt, kritisiert die WHO. Ein vollständiges Verbot wäre nach ihrer Ansicht wirkungsvoll: Länder, die ihre Gesetze entsprechend angepasst hätten, könnten einen Rückgang des Tabakkonsums um fast 16 Prozent vorweisen.

Totale Werbeverbote

Bettcher unterstrich, dass «halbe» Werbeverbote nirgends hinführten. Verbiete man bloss eine bestimmte Art der Werbung, so finde die Tabakindustrie sofort Mittel um Wege, um anderweitig ihre Botschaften zu verbreiten. Die Regierungen in aller Welt seien deshalb aufgerufen, totale Werbeverbote in die Wege zu leiten.

Die WHO fordert zum Nichtrauchertag auch ein komplettes Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen und die Abschaffung von Zigarettenautomaten. Der Gedenktag wurde 1988 von der UNO-Organisation ins Leben gerufen.

(smw/sda)

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