WHO stuft Nachtarbeit als krebserregend ein
publiziert: Freitag, 30. Nov 2007 / 15:53 Uhr

Bern - Nachtarbeit erhöht das Krebsrisiko. Zu diesem Ergebnis kommt das Internationale Krebs-Forschungszentrum (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach der Auswertung zahlreicher Studien.

Stewardessen haben häufig unregelmässige Arbeitszeiten. (Archivbild)
Stewardessen haben häufig unregelmässige Arbeitszeiten. (Archivbild)
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Wechselnde Schichten mit Nachtarbeit würden vom IARC genauso als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft wie gefährliche Substanzen wie Bleifarbe, ultraviolette Strahlen oder PCB, sagte IARC-Forscher Vincent Cogliano der Nachrichtenagentur AFP.

Die neue Risikobewertung basiert vorrangig auf der Untersuchung von Frauen, die nachts arbeiten.

«Nachtarbeit im Schichtdienst mit unregelmässigen Arbeitsperioden» bringe die biologische Uhr durcheinander und sei daher gesundheitsschädlich, erläutert Cogliano.

«Mässiges» Risiko

Krankenschwestern und Stewardessen, die über lange Zeit immer wieder Nachtschichten arbeiten, haben demzufolge eindeutig ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Der Wissenschaftler weist gleichzeitig darauf hin, dass dieses Risiko nicht doppelt so hoch sei wie bei Menschen ohne Nachtschichten und deshalb von den Experten als «mässig» eingestuft werde. Aber, so fügt der Epidemiologe hinzu, «es ist ein reales Risiko».

Organismus durcheinander gebracht

Die Ergebnisse von Studien an Frauen stimmten mit Tierforschungen überein, denen zufolge ständige nächtliche Beleuchtung oder Uhrzeitverschiebungen wie beim «Jet Lag» das Auftreten von Tumoren begünstigt.

Experten vermuten, dass die Gesundheitsschädigung durch Störungen des 24-Stunden-Rhythmus des Menschen ausgelöst wird.

Der Organismus funktioniert nach dem Wechselspiel von Tag und Nacht.

(rr/sda)

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