WHO warnt vor neuer gefährlicher Lungenkrankheit
publiziert: Montag, 24. Sep 2012 / 21:12 Uhr
Der Virus ähnelt dem SARS-Erreger.
Der Virus ähnelt dem SARS-Erreger.

London - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer neuen, womöglich gefährlichen Lungenkrankheit. Der Virus ähnele dem vor knapp zehn Jahren aufgetretenen Sars-Erreger, teilte die Behörde am Montag in London mit. Die WHO sprach eine offizielle Warnung aus.

Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
6 Meldungen im Zusammenhang
Derzeit schwebt gemäss WHO ein am Virus erkrankter Katarer in Lebensgefahr. Er werde in einem britischen Spital behandelt, nachdem er zunächst in Doha mit einer akuten Atemwegsinfektion und Nierenversagen in eine Klinik eingeliefert worden sei. Ein 60-jähriger Saudi-Araber starb demnach bereits an den Folgen der Virusinfektion.

«Das ist ein neues Syndrom», sagte ein WHO-Sprecher. Tests hätten bestätigt, dass der Mann an einem neuartigen Corona-Virus erkrankt sei - eine Virengruppe, zu der auch Sars gehört.

Keine weiteren Fälle bekannt

Bislang seien keine weiteren Fälle bekannt. Unklar sei auch, wie der Virus übertragen werde. Von den Kontaktpersonen des Katarers und des Saudi-Arabers sei bislang niemand erkrankt.

Beim Katarer zeigten sich die ersten Symptome demnach nach einem Besuch in Saudi-Arabien. Die dortigen Behörden sprachen von einem weiteren ihnen bekannten Fall, in dem der Virus ebenfalls zum Tod geführt habe. Im kommenden Monat beginnt die traditionelle jährliche Pilgerfahrt der Muslime, der Hadsch, ins saudi-arabische Mekka.

Keine Belege für Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Die britische Gesundheitsbehörde HPA erklärte, der neue Virus sei vermutlich weniger ansteckend als Sars. Bislang gebe es keine Belege für die Ansteckung von Mensch zu Mensch. Allerdings empfahl die HPA, sie habe den behandelnden Medizinern empfohlen, den Patienten in Quarantäne zu nehmen.

Nach WHO-Angaben haben Forscher bei den beiden am Sars-ähnlichen Virus erkrankten Patienten starke Ähnlichkeiten entdeckt. Der in Saudi-Arabien identifizierte Erreger ähnelt dem nun entdeckten Virus zu 99,5 Prozent.

Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse geht vom Erreger aber offenbar keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit aus. Man solle wachsam, aber nicht unmittelbar besorgt sein, sagte der Direktor des Londoner Zentrums für Atemwegsinfektionen, Peter Openshaw.

Der Virus-Forscher Andrew Easton von der University of Warwick sagte, die potentielle Gefahr des Viruses einzuschätzen sei angesichts von nur zwei Fällen schwierig.

In November 2002 war die gefährliche Lungenkrankheit Sars erstmals in der chinesischen Provinz Guangdong aufgetreten. Sie breitete sich im Laufe des Jahres 2003 aus, weltweit erkrankten etwa 8000 Menschen, 800 Menschen starben, davon knapp 350 in China.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - In Frankreich ist ein zweiter Mann an dem neuen hochgefährlichen Virus erkrankt, das Ähnlichkeit mit der vor zehn Jahren ... mehr lesen
Der Mann, bei dem das Coronavirus bestätigt wurde, befindet sich mittlerweile auf der Isolierstation der Infektionsabteilung einer Klinik im nordfranzösischen Lille. (Symbolbild)
Der neue Corona-Virus trat bisher laut WHO vornehmlich auf der arabischen Halbinsel auf. (Symbolbild)
Paris - In Frankreich haben sich möglicherweise drei Menschen mit einem neuen Virus angesteckt, das Ähnlichkeit mit der ... mehr lesen
Bern - Bund und Kantone sollen in Notlagen Impfungen für besonders gefährdete Personengruppen obligatorisch ... mehr lesen 23
Die Schweiz will sich besser wappnen gegen übertragbare Krankheiten.
Genf - In den letzten 40 Jahren sind mindestens 39 neue Krankheitserreger aufgetreten. In der vernetzten Welt verbreiten sich die ... mehr lesen
Virus-Mutationen und Antibiotika-Resistenzen stellen ein Problem dar.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Im Hochsicherheitslabor darf an Viren der Sicherheitsstufe 4 geforscht werden.
Genf - In Genf ist ein Labor eröffnet worden, in dem für Menschen hochansteckende Viren untersucht werden können. Es ist das ... mehr lesen
Transparenter CH Medikamentenpreisvergleich
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Die Zahl der schweren Schädel-Hirn-Traumata nahm zwischen 2002 und 2011 nur leicht zu. (Symbolbild)
Die Zahl der schweren Schädel-Hirn-Traumata nahm ...
Ein Drittel innert zehn Jahren  Luzern - Die Suva registriert immer mehr Schädel-Hirnverletzte. Deren Zahl ist innert zehn Jahren um 30 Prozent auf jährlich gut 6000 Fälle gestiegen. Die Zunahme erklärt sich vor allem mit einem Rückgang der Dunkelziffer. Verletzte Personen gehen heute eher zum Arzt. 
In jeder Situation  London/Wien - Psychologische Angebote für Kinder und Jugendliche sollen in Grossbritannien nun fortschrittlich verändert werden. Die Regierung fordert daher mehr Online-Angebote sowie mediale Hilfestellung und erhält von allen Seiten viel Unterstützung, um überlaufende Service-Stellen im Land zu entlasten.  
Tägliche Gewalt gegen Kinder kritisiert New York - Schläge, Vergewaltigungen und Essensentzug. Weltweit sind Kinder im Alltag einem erschreckenden ...
Körperliche Züchtigung, sexuelle Gewalt und selbst tödliche Übergriffe sind in vielen Ländern noch an der Tagesordnung.
Leichen abgeladen  Freetown - Im schwer von der Ebola-Epidemie betroffenen Sierra Leone ist ein Beerdigungsteam in Streik getreten und hat 15 hoch ansteckende ...  
Keine Bezahlung für die Helfer. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 49
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 49
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1524
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 49
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 6°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 4°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 8°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 8°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 8°C 12°C stark bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 10°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten