WLAN macht Wände durchsichtig
publiziert: Montag, 6. Aug 2012 / 17:17 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Aug 2012 / 19:22 Uhr
Der sogenannte Doppler-Effekt macht die Wände durchsichtig.
Der sogenannte Doppler-Effekt macht die Wände durchsichtig.

London - Ingenieure des University College in London haben einen Weg gefunden, die Strahlung von WLAN-Routern zu nutzen, um durch Wände zu sehen, wie berichtet.

Mit einem passiven Radargerät, das über zwei Antennen verfügt, wird die Strahlung von WLAN-Netzen aufgefangen. Eine Antenne empfängt das normale Router-Signal, die zweite empfängt von bewegten Objekten veränderte Frequenzen. Ein Computer errechnet dann Position, Richtung und Geschwindigkeit von Objekten oder Personen. Da die Technologie auf dem Doppler-Effekt basiert, sind nur bewegliche Objekte erfassbar. Die Forscher hoffen aber, in Zukunft selbst die Bewegungen eines Brustkorbs beim Atmen erfassen zu können.

«Passives oder parasitisches Radar sendet im Gegensatz zur aktiven Variante selbst keine Signale aus, sondern nutzt vorhandene Strahlungsquellen. Da es keinen Sender gibt, ist es schwierig zu stören, was für Militärs interessant ist. Theoretisch kann jede Art elektromagnetischer Strahlung für ein passives Radarsystem genutzt werden. Je höher die Frequenz, desto besser wird die Auflösung», sagt Helmut Schreiber von der TU Graz.

So gross wie ein Koffer

WLAN-Router bestrahlen ihre Umgebung ständig mit Radiowellen mit den Frequenzen 2,4 und fünf Gigahertz. Treffen diese Strahlen auf ein bewegtes Objekt, ändert sich ihre Frequenz. Dieses Doppler-Effekt genannte Phänomen nutzen die britischen Wissenschaftler. Durch genaues Aufzeichnen der Radiowellen mit zwei verschiedenen Antennen können sie sich durch Wände hindurch ein Bild von den Bewegungen im Inneren eines Raumes machen, in dem es einen WLAN-Router gibt. Das dafür nötige Gerät ist lediglich so gross wie ein Aktenkoffer.

In Testläufen ist es bereits gelungen, sich bewegende Menschen und Objekte durch eine massive, 30 Zentimeter dicke Ziegelwand zu beobachten. Das britische Verteidigungsministerium hat bereits Interesse an der Technologie bekundet, da militärische Anwendungen auf der Hand liegen. Zivile Anwendungsmöglichkeiten umfassen die Überwachung von schutzbedürftigen Personen wie Kindern oder älteren Menschen. In Zukunft soll die Technologie weiter verfeinert werden.

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
George Orwell
lässt abermals grüssen!

Der Weg zur uneingeschränkten Ueberwachung ist nun wirklich nicht mehr weit ...
Der Studie zufolge kommt dieser Effekt bei Mädchen und Jungen zum Tragen. (Symbolbild)
Der Studie zufolge kommt dieser Effekt bei Mädchen ...
Zeitumstellung mit Folgen  London/Bristol - Die Uhr das ganze Jahr eine Stunde vorzustellen, könnte dazu führen, dass Kinder mehr Sport betreiben, wie eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der University of Bristol erhoben hat. 
Sport macht nicht nur Spass, sondern hilft auch die Konzentration zu behalten.
Turnen fördert kognitive Fähigkeiten von Kindern Chicago - Kinder, die sich nach der Schule täglich physisch betätigen, können ihre Konzentrationsfähigkeit sowie kognitive ...
Gen-Mangel kann Krankheit auslösen  Denver - Vitamin D könnte eine Waffe gegen Prostatakrebs sein. Forscher der University of Colorado ...  
Im Labor: Vitamin D zeigt sich als Krebshemmer.
Das Essen von Tomaten senkt das Prostatakrebsrisiko. (Symbolbild)
Prostatakrebs: Tomaten senken Risiko signifikant Bristol - Das Essen von Tomaten könnte laut einer Studie der University of Bristol das Prostatakrebsrisiko verringern.
Titel Forum Teaser
Dirk Hebel ist Assistenzprofessor für Architektur am Singapore ETH Centre (SEC).
ETH-Zukunftsblog Sand (Teil 2): nachhaltige Alternativen Der massive Abbau natürlicher Sandvorkommen in ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten