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Die EURO 2008 ist Geschichte. Doch ob die kommenden Fussball-Grossereignisse an die in Österreich und der Schweiz gesetzten Massstäbe anknüpfen können, muss bezweifelt werden.

Sowohl die WM 2010 in Südafrika als auch die EM 2012 in Polen und der Ukraine bereiten den Spitzenfunktionären Kopfzerbrechen. Während FIFA-Präsident Joseph Blatter den Confederations Cup 2009 als echten Härtetest für Südafrika sieht, ist UEFA-Boss Michel Platini in Osteuropa als Krisenmanager gefragt.
Die Feiertage sind für Platini vorerst vorbei. Ab Mittwoch muss der 53-jährige Franzose auf seiner mehrtägigen Tour nach Polen und in die Ukraine eine lange Mängelliste abarbeiten.
Platini hatte die EM-Veranstalter von 2012 schon vor dem EM-Final in Wien in ungewohnt deutlicher Weise in die Pflicht genommen und einen erstmaligen Entzug des Turniers nicht mehr ausgeschlossen. Unmittelbar nach der Inspektionstour wird noch kein Entscheid fallen, aber hinter den Kulissen wird mobil gemacht.
Mangelhafte Vorbereitungen
Vieles deutet darauf hin, dass die Organisatoren bei der Sitzung der UEFA-Exekutive am 25. und 26. September in Bordeaux tatsächlich für ihre bisher mangelhaften Vorbereitungen bestraft werden.
Ob sich Platini, der nicht zuletzt mit den Stimmen aus Osteuropa in sein Amt gewählt worden war, eine Neuvergabe durchzuziehen getraut, bleibt abzuwarten. Der ehemalige französische Mittelfeld-Regisseur wird jedenfalls auch auf dem diplomatischen Parkett viel Feingefühl benötigen.
Permanent hatte sich rund um die EURO 2008 das Gerücht gehalten, dass der frisch gebackene Europameister Spanien als Ersatzgastgeber für 2012 bereit steht. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, dürften den osteuropäischen Ländern wohl eine verspätete Gastgeberrolle 2020 in Aussicht gestellt werden.
Denn für das Turnier 2016, das erstmals mit 24 Mannschaften ausgetragen werden soll, gilt Platinis Heimat Frankreich als Favorit.
(smw/Si)




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