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WM-Halbfinal: Alle Augen richten sich auf Ref Meier
publiziert: Montag, 24. Jun 2002 / 14:40 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Jun 2002 / 17:13 Uhr

Seoul - Zum Spiel von allergrösster Brisanz ist der erste Halbfinal zwischen Deutschland und Südkorea am Dienstag in Seoul mutiert. Im Mittelpunkt steht nach heftigen Diskussionen der Schweizer Schiedsrichter Urs Meier.

Urs Meier in der Champions-League (hier mit Roberto Carlos von Real Madrid).
Urs Meier in der Champions-League (hier mit Roberto Carlos von Real Madrid).
Meier, der zuvor schon die ebenfalls heikle Begegnung zwischen Südkorea und der USA ohne Probleme leitete und damit der letzte Unparteiische war, der nach einem Spiel der Einheimischen nicht in die Rolle des Prügelknaben geriet, dürfte unter intensivster Beobachtung der Fussball-Fachleute in Deutschland, Italien und Spanien stehen. Vor allem die Italiener und Spanier vermuten hinter den sensationellen Erfolgen der Südkoreaner einen Komplott. An Meier liegt es nun, all diesen verschrobenen Theorien ein Ende zu setzen.

Im ersten Halbfinalspiel zwischen dem dreifachen Weltmeister Deutschland und dem als krasser Aussenseiter ins Turnier gestarteten Co-Gastgeber Südkorea müsste die Favoritenrolle eigentlich klar vergeben sein und die Partie für Deutschland einem Freipass in den Final gleichkommen. Doch der Eindruck täuscht: Mit Siegen über Portugal, Italien und Spanien haben sich die Asiaten zum Riesentöter entwickelt, dem auch ein Erfolg über die bisher nicht überzeugenden Deutschen zugetraut wird.

Zehnmal standen die Deutschen vor dieser WM in den Halbfinals, wenn man die Turniere von 1974 und 78 auch dazuzählt, als die Halbfinalphase in Gruppenspielen absolviert wurde. Sechsmal erreichten sie danach auch den Final. Aus den letzten drei Halbfinals (1982, 86 und 90) ging Deutschland immer als Sieger hervor. Stets trafen sie dabei auf europäische Gegner (zweimal Frankreich, einmal England), die als gleichwertig einzustufen waren. Jetzt bekommen sie es mit der Nummer 40 im FIFA-Ranking zu tun, die erstmals in einem Halbfinal steht und vor dieser WM noch kein einziges Spiel gewonnen hatte.

Eine klare Sache also für die Nummer 11 der Welt, die in Südkorea und Japan noch ungeschlagen ist und in bisher fünf Partien erst ein Gegentor erhalten hat? Mitnichten. Südkorea hat sich die erste Halbfinal-Qualifikation eines asiatischen Teams mit eindrücklichen Leistungen verdient, auch wenn es in den Begegnungen gegen Italien und Spanien auch von Fehlentscheiden der Schiedsrichter profitieren konnte. Der ungestüme Offensivdrang, die hervorragende Organisation, eine beeindruckende Pace und vor allem eine scheinbar nie nachlassende Kondition machten den Gastgeber zum ernstzunehmenden Gegner, dem Deutschlands Teamchef Rudi Völler allergrössten Respekt zubilligt: "Ein weiteres schlechtes Spiel mag es gegen Südkorea nicht ertragen, sonst sind wir weg." Völler verlangt eine klare Steigerung gegenüber den letzten schwachen 1:0-Siegen über Paraguay und die USA.

Probleme ergeben sich für ihn in der Besetzung des Mittelfeldes, weil "Schlüsselspieler" Dietmar Hamann an einer Innbanddehnung im rechten Knie leidet und über einen Einsatz erst kurz vor Spielbeginn entschieden werden kann. Als Alternative würde Jens Jeremies zur Verfügung stehen. Eine Umdisposition wird es auch in der Abwehr geben: Als Reaktion auf den Dreimann-Sturm des Gegners muss Völler wieder auf eine Viererabwehr setzen. Sebastian Kehl dürfte seinen Job als Abwehrchef damit einbüssen.

Keine Aufstellungssorgen kennt Südkorea-Coach Guus Hiddink, der dafür hinter die rechtzeitige Erholung seiner Spieler ein Fragezeichen setzt: "Der Spielplan ist nicht zu unserem Vorteil. Vor dem Spanien-Spiel hatten wir zwei Tage weniger Ruhe als der Gegner und jetzt konnte sich auch Deutschland einen Tag länger erholen." Dennoch ist auch sein Team noch immer ungeschlagen geblieben und hat mit nur zwei Toren am zweitwenigsten Gegentreffer aller Halbfinalisten einkassieren müssen.

"Ich hoffe, dass meine Spieler noch immer erfolgshungrig sind wie zu Beginn", sagt Hiddink, der als erster Coach mit zwei verschiedenen Teams die WM-Halbfinals erreicht hat. Vor vier Jahren unterlag er mit Holland den Brasilianern mit 2:4 im Penaltyschiessen. Sollte es erneut zu einer Entscheidung vom Penaltypunkt kommen, hätte Hiddink diesmal allerdings einen wichtigen Glücksbringer in seinem Team: Goalie Lee Woon-Jae ist mit seinem Klub und der Nationalmannschaft seit 1998 in acht Penaltyschiessen in Folge als Sieger vom Platz gegangen. Zuletzt am letzten Samstag, als er gegen Spanien den Versuch von Joaquin zunichte und damit den Halbfinaltraum erst möglich machte.

(René Baumann/sda)

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