WM - Nur Didier Défago fix
publiziert: Montag, 10. Jan 2005 / 22:18 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Jan 2005 / 07:36 Uhr

Der Riesenslalom von Adelboden ist ausnahmsweise nicht das letzte Event vor einem Grossanlass, trotzdem ist er das Schlüsselrennen im Kampf um die WM-Startplätze.

Didier Défago hat sich schon viermal in den Top Ten klassiert.
Didier Défago hat sich schon viermal in den Top Ten klassiert.
Fix ist erst Didier Défago. Gibt es sogar WM-Tickets zum Discountpreis? "Nein", sagt Cheftrainer Martin Rufener bestimmt, "das gibt es sicher nicht. Das wäre ein Schritt zurück und würde nicht unserer Philosophie und unserem Leistungsprinzip entsprechen."

Ausser Défago, der sich schon viermal in den Top Ten klassierte (aber nie besser als 7. war), hat erst der junge Daniel Albrecht eine von den geforderten zwei WM-Limiten (15. Platz) erfüllt. Alle andern sind weit davon entfernt, vor allem der Hoffnungsträger Tobias Grünenfelder, der aus den bisherigen fünf Rennen einen 27. Platz als Bestresultat aufweist.

Nagelprobe für Tobias Grünenfelder

Insbesondere Tobias Grünenfelder ist gefordert. Er ist über den Super-G bereits für die WM qualifiziert, würde aber als "Trainings-Weltmeister" auch im Riesenslalom gerne starten.

Zudem steht er wie Didier Défago durch den Ausfall von Didier Cuche unter zusätzlichem Druck. Von ihnen wird erwartet, dass sie die Lücke halbwegs schliessen.

"Für mich persönlich ist kein zusätzlicher Druck entstanden", sagt Grünenfelder. "Für mich bleiben die persönlichen Erwartungen die gleichen. Ein Platz unter den ersten 15 wäre ein gutes Resultat, auch wenn das die Öffentlichkeit allenfalls als Enttäuschung einschätzen würde."

Grünenfelder weilte für zwei Tage in Maria Alm, um die Materialabstimmung zu perfektionieren. "Wir haben herausgefunden", so der Glarner, "dass die bisherige Kombination von Ski und Platte auf eisigen Pisten nicht ideal war." Um das zu entdecken, musste er mit seinen Betreuern ins Salzburgerland reisen, weil es in der Schweiz keine mit Wasser präparierten Eispisten gibt...

Chance für Nachwuchs-Trio

Eines ist für Cheftrainer Rufener sicher: "Vier WM-Starter wird es in Bormio im Riesenslalom so oder so geben. Wir schöpfen das komplette Kontingent aus, notfalls mit Nachwuchsleuten, damit sie Erfahrung sammeln können."

Drei von ihnen starten in Adelboden, neben dem bereits etablierten Daniel Albrecht (21) auch Marc Berthod (21) und Marc Gini (20). Albrecht, 11. in Beaver Creek mit der Startnummer 54, hat sich hohe Ziele gesetzt: "Die Qualifikation für den 2. Lauf ist eigentlich kein Ziel mehr, ich möchte schon weiter nach vorne, nach Möglichkeit im ersten Lauf unter die ersten 20." Das sind erfreulich selbstbewusste Worte für einen, der mit einer 40er-Nummer ins Rennen muss.

Für Berthod und Gini gilt der 30. Platz als Messlatte. "Wenn ich das schaffen würde, wäre ich zufrieden", sagt der Sohn des ehemaligen Weltcup-Cracks Martin Berthod.

Für den Slalom-Junioren-Weltmeister 2003, der sich bis November mit Rückenproblemen herumschlug, ist der Riesenslalom mittlerweile die stärkere Disziplin: "Im Slalom fahre ich einzelne Torkombinationen gut, aber es fehlt Konstanz. Insgesamt bin ich im Riesenslalom auf einem höheren Niveau." Er klassierte sich in jedem Europacuprennen unter den ersten 30. Seit über einem Jahr (Flachau 2003) ist dies der erste Weltcup-Einsatz für Berthod.

Auch Marc Gini bestreitet seinen ersten Weltcup-Riesenslalom, nachdem er im Slalom schon die eine oder andere Startgelegenheit erhielt. In dieser Disziplin stuft er sich etwas stärker ein, "doch haben die Vergleiche mit Dani Albrecht Anfang Jahr in Zuoz gezeigt, dass es auch im Riesenslalom nicht schlecht läuft. Pro Lauf verlor ich nur etwa drei bis vier Zehntel."

Maier und Raich gesetzt

Auch in Österreich gibt es erst zwei WM-Fixstarter im Riesenslalom, Hermann Maier und Benjamin Raich. Um die übrigen Plätze buhlen Rainer Schönfelder, Stephan Görgl und auch der "Esoteriker" Andreas Schifferer, der in seiner Verzweiflung mitten in der Saison von Rossignol auf Fischer umgestiegen ist.

Interessant wird es sein, das Weltcup-Debüt im Riesenslalom von Mario Scheiber zu verfolgen. Der Österreicher, der zwar im Super-G schon einmal auf dem Podest stand, war vor zwei Jahren ex-aequo mit Daniel Albrecht Riesenslalom-Weltmeister der Junioren geworden. So schnell, wie immer behauptet wird, machen auch die jungen Österreicher ihren Weg nicht.

(sl/Si)

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