Risiken ungenügend erforscht
WWF Schweiz fordert Gentech-Moratorium
publiziert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 10:39 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2002 / 11:47 Uhr

Bern - Der WWF Schweiz ist für ein Gentech-Moratorium. Die Risiken von gentechnisch veränderten Organismen sind laut WWF Schweiz heute noch ungenügend erforscht.

Die Gefahren gentechnisch veränderter Organismen sind laut WWF zu wenig erforscht.
Die Gefahren gentechnisch veränderter Organismen sind laut WWF zu wenig erforscht.
In einer neuen Studie kommt der WWF zum Schluss, dass Konsumenten und Produzenten im Schadensfall ungenügend geschützt sind. Deshalb verlangt der WWF auch eine strengere Haftung. Das Gentechnologie-Gesetz versuche zwar, die beteiligten im möglichen Schadensfall zur Verantwortung zu ziehen, doch scheitere die Umsetzung in die Praxis. Laut WFF bietet nur ein Gentech-Moratorium genügend Schutz.

Letztes Jahr hatte sich der Ständerat für die strengste Haftungsnorm, die Gefährdungshaftung, im Bereich der Gentechnologie entschieden. Laut WFF Schweiz reicht dies jedoch nicht aus, weil der damit geforderte Beweis des Schadens und der Kausalzusammenhang zwischen Schädigung und Schaden bei gentechnisch veränderten Organismen (GVO) kaum nachzuweisen ist.

Der Ständerat hatte sich im Juni 2001 schon gegen ein Moratorium ausgesprochen. Seit einigen Wochen hat nun die vorberatende Kommission des Nationalrates das Geschäft des Gentechnologie-Gesetzes aufgenommen.

(sk/sda)

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