Präventive Massnahmen
WWF reicht Beschwerden gegen Wolfsabschuss ein
publiziert: Donnerstag, 7. Jan 2016 / 10:15 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Jan 2016 / 12:38 Uhr
Die Umweltorganisation WWF Schweiz will künftig Abschüsse von Wölfen vermeiden. (Symbolbild)
Die Umweltorganisation WWF Schweiz will künftig Abschüsse von Wölfen vermeiden. (Symbolbild)

Zürich - Die Umweltorganisation WWF Schweiz will künftig dank präventiver Massnahmen Abschüsse von Wölfen vermeiden. Sie hat bei den Verwaltungsgerichten der Kantone St. Gallen und Graubünden Beschwerde eingereicht.

6 Meldungen im Zusammenhang
Pro Natura geht dagegen einen anderen Weg: Die Organisation verzichtet auf Beschwerden, will sich aber auf dem politischen Parkett weiterhin für eine besonnene Wolfspolitik einsetzen. Die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe des Calanda-Rudels ist bis Ende März befristet.

Beide Umweltorganisationen kommen zum Schluss, dass die rechtlichen Grundlagen derzeit ungenügend sind, um unmittelbar drohende Abschüsse zu verhindern. Die neu in der Jagdverordnung festgehaltenen Abschussbedingungen seien so offen formuliert, dass den Behörden bei der Anwendung kaum Schranken gesetzt seien, schreibt Pro Natura. Hinzu komme, dass einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung vorsorglich entzogen wird.

Futterquellen konsequent beseitigen

Pro Natura will sich deshalb auf politischem Weg für ein umfassendes Wolfsmanagement einsetzen, das sich nicht überwiegend auf Abschüsse stützt, sondern auch die positiven Aspekte der Rückkehr des Wolfes hervorhebt. Mit der Abschussbewilligung für die beiden Jungwölfe des Calanda-Rudels werde bereits normales Wolfsverhalten als potenzielle Gefahr dargestellt, kritisiert der WWF.

Statt die Wölfe abzuschiessen, sollten sogenannt «wenig scheue» Wölfe mit einem Sender ausgestattet werden. Dieses für Wölfe unangenehme Erlebnis wäre die bessere Vergrämungsmassnahme und würde auch einem verbesserten Monitoring dienen.

Insbesondere müssten aber Futterquellen konsequent beseitigt werden. Denn bis die Abschussbewilligung erteilt worden sei, sei der Umgang mit Futterquellen im Wolfsgebiet fahrlässig gewesen. «Faktisch wurden die Wölfe regelrecht angefüttert. Das gilt es in Zukunft unbedingt zu verhindern», wird WWF-Grossraubtier-Experte Gabor von Bethlenfalvy in der Mitteilung zitiert.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mehr Menschlichkeit für Tiere.
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auf Tour mit HAInrich, dem Hai.
Auf Tour mit HAInrich, dem Hai.
Publinews Jetzt eintauchen  Mit einer fantastischen Lage direkt am Konstanzer Hafen und Blick auf den Bodensee, liegt das SEA LIFE Konstanz, nur wenige Gehminuten von der Innenstadt, dem Lago und dem Bahnhof entfernt. In mehr als 35 Becken können etwa 3500 Tiere hautnah entdeckt werden. mehr lesen  
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt ... mehr lesen  
-
.
Publinews Kommen Sie vorbei und geniessen Sie im Plättli Zoo in Frauenfeld einige unvergessliche Stunden und hautnahe, tierische ... mehr lesen  
Publinews Ein fesselndes Erlebnis für gross und klein im Herzen des Kantons Graubünden. Besuchen Sie das Bündner Naturmuseum in Chur und entdecken Sie die natürliche Vielfalt des ... mehr lesen  
Auge in Auge mit der Natur.
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tier ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 14°C 19°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 14°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 11°C 15°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 13°C 20°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 14°C 18°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 13°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 19°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten