Waffenruhe in Darfur offiziell in Kraft
publiziert: Montag, 12. Apr 2004 / 08:20 Uhr

Khartoum - In der westsudanesischen Krisenregion Darfur ist der Waffenstillstand zwischen der Regierung und den Rebellen offiziell in Kraft getreten. Er soll zunächst für 45 Tage gelten.

Kommt die Region Darfur endlich zu etwas Ruhe?
Kommt die Region Darfur endlich zu etwas Ruhe?
Die am Donnerstag unterzeichneten Vereinbarung schliesst eine Garantie für den Zugang humanitärer Hilfe in die Region ein. Zudem sollen Kriegsgefangenen freigelassen werden. Weitere politische Fragen sollen ab dem 20. April verhandelt werden.

Der sudanesische Staatschef Omar el Beschir traf in der tschadischen Hauptstadt N´Djamena seinen Kollegen Idriss Deby, unter dessen Vermittlung die Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnet worden war. Er versicherte, die Regierung in Khartoum werde sich an das Abkommen von N´Djamena halten.

Bisher zweimal nicht eingehalten

Wenige Stunden vor dem Beginn der Waffenruhe hatte das sudanesische Medienzentrum berichtet, acht Zivilisten seien in der Region entführt worden. Ob es sich bei den Kidnappern um Regierungssoldaten, Rebellen oder Banditen handelte, wurde jedoch nicht präzisiert.

Das Waffenstillstandsabkommen war von der sudanesischen Regierung und den beiden Rebellenbewegungen SLM und JEM unterzeichnet worden. Zwei ähnliche Vereinbarungen unter Ausschluss der JEM waren in der Vergangenheit schon nach kurzer Zeit wieder gebrochen worden.

Seit Februar 2003 rund 10 000 Tote

In der Region kämpfen von Khartoum ausgerüsteten Milizen - muslimische Nomaden - gegen die muslimischen Bauern der Region, aus denen die beiden Rebellenbewegungen hervorgegangen sind. Diese kämpfen für mehr wirtschaftliche Entwicklung in der Wüstenregion.

In dem seit Februar 2003 andauernden Konflikt sind bislang rund zehntausend Menschen getötet worden; 770 000 Menschen wurden in die Flucht getrieben. Die UNO sprach bereits von ethnischer Säuberung.

(rp/sda)

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