Wahl in Nepal hat begonnen
publiziert: Mittwoch, 8. Feb 2006 / 18:55 Uhr

Kathmandu - Ein Jahr nach der Machtübernahme durch König Gynanendra sind in Nepal Gemeindewahlen durchgeführt worden. Die Wahlbeteilung war laut Medienberichten gering. Der Urnengang wurde von Gewalt überschattet.

König Gyanendra von Nepal hatte letztes Jahr die Regierung entlassen und sich selber zum Machthaber ernannt.
König Gyanendra von Nepal hatte letztes Jahr die Regierung entlassen und sich selber zum Machthaber ernannt.
Bei Protesten und Kämpfen zwischen maoistischen Rebellen und Sicherheitskräften wurden mindestens zehn Menschen getötet, wie Polizei und Armee mitteilten. Rebellen steckten landesweit mindestens zwölf Regierungsgebäude in Brand.

Im östlichen Distrikt Dhankuta verschleppten Rebellen zwölf Regierungsoffiziere und drei Polizisten. Ausserdem hätten die Maoisten zwölf Behördengebäude in Brand gesetzt, hiess es.

Rebellenchef Prachanda, rief Nepals König Gyanendra zum Dialog auf. In einem in der indischen Zeitung «The Hindu» veröffentlichten Interview sagte er, wenn es freie Wahlen geben sollte, würden die Maoisten sogar eine Entscheidung der Bürger für den Fortbestand der Monarchie akzeptieren.

Keine freie und faire Wahl

Nach Boykottaufrufen von Rebellen und Opposition war die Beteiligung an den Gemeindewahlen äusserst niedrig. In der Hauptstadt Kathmandu gaben nach Angaben des Staatsfernsehen bis eine Stunde vor Schliessung der Wahllokale nur etwa zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Für 2251 der 4146 zu vergebenden Mandate kandidiert niemand. Zahlreiche Bewerber hatten ihre Kandidatur aus Angst zurückgezogen. Nur für 740 Sitze gibt es mehr als einen Bewerber.

Da zudem nur Mandate in den Städten zur Wahl stehen, sind bloss 1,48 Millionen der 25 Millionen Nepalesen dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Internationale Beobachter erwarten keine freie und faire Wahl.

Zehnjähriger Konflikt

König Gyanendra hatte am 1. Februar 2005 die Regierung entlassen und sich selber zum Machthaber ernannt. Danach setzte er zahlreiche Grundrechte vorübergehend ausser Kraft.

Die Maoisten kämpfen seit zehn Jahren für ein kommunistisches Regime in Nepal. In dem Konflikt wurden bisher über 13 000 Menschen getötet.

(bert/sda)

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