Wahlbetrug in Florida?
publiziert: Mittwoch, 8. Dez 2004 / 12:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Dez 2004 / 12:27 Uhr

Das elektronische Wahlverfahren in den USA stand schon vor den US-Präsidentschaftswahlen unter Verdacht, nicht sicher zu sein. Nun tauchen weitere Hinweise auf, dass Computer manipuliert wurden.

Der Republikaner Tom Feeney soll die Software in Auftrag gegeben haben.
Der Republikaner Tom Feeney soll die Software in Auftrag gegeben haben.
1 Meldung im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Blue Leumur befragte Experten
Die Seite Blue Leumur befragte Experten, ob denn eine solche Software überhaupt programmierbar sei.
www.bluelemur.com/index.php?p=480

Kommentare auf politics.slashdot.org
Die Blogger auf politics.slashdot.org äussern sich mehrheitlich skeptisch.
politics.slashdot.org/article.pl?sid=04/12/07/1649239&tid=103

Block Box Voting kritisiert
Die amerikanische Organisation Black Box Voting zur Überprüfung der Wahlen in Florida sieht ihre eigene Arbeit diskreditiert durch die Aussage von Clinton Curtis.
blackboxvoting.org/#feeney

Wie die deutsche Online Plattform Heise am Dienstag berichtete, hat ein Programmierer eidesstattlich erklärt, "im Auftrag eines Abgeordneten des Repräsentantenhauses aus Florida ein Programm zur Manipulation von Wahlcomputern entwickelt zu haben."

Die harte Anschuldigung stammt von Clinton Curtis, einem Programmierer von Yang Enterprises. Er sei vom republikanischen Politiker Tom Feeney in Anwesenheit seiner Firmenchefin Li Woan Yang beauftragt worden, ein "Prototyp eines Wahlprogramms zu entwickeln, mit dem sich die Erfassung der abgegebenen Stimmen während der Wahl verändern lässt und das nicht entdeckt werden kann".

Curtis sagte, er habe das Programm entwickelt, weil er damit rechnete, dass Feney einem möglichen Wahlbetrug der Demokraten auf die Schliche kommen wollte.

Touchscreen mit unsichtbaren Buttons

In der eidesstattlichen Erklärung veranschaulicht Curtis das Programm, das er als Mitarbeiter von Yang Enterprises entwickelte.

Auf dem Touchscreen der Wahlcomputer seien unsichtbare Buttons angebracht. Diese könnten von Dritten benutzt werden, um alle abgegebenen Stimmen zu verändern. So würden beispielsweise die Stimmen eines Kandidaten mit dem der anderen verglichen.

Läge der Wunschkandidat zurück, würden die Stimmen so verändert, dass er dann mit 51 Prozent in Führung liege.

"Was hat er unter Eid ausgesagt?"

Viele politische Blogs in den USA haben sich mittlerweile das Thema angenommen. Die Meinungen sind geteilt. Die Mehrheit der Einträge sind aber skeptisch, dass tatsächlich was an der Sache dran ist.

Ein Eintrag auf politics.slashdot.org fasst die Kommentare zusammen: "Wir müssen aufpassen, mit was wir es hier zu tun haben. Was hat Curtis denn tatsächlich unter Eid ausgesagt? Dass er ein Prototyp entwickelt hat; dass er ein Prototyp entwickelt hat, den sein Auftraggeber tatsächlich einsetzen wollte; oder dass er ein Prototyp entwickelt hat, der tatsächlich eingesetzt wurde."

Was die Vorwürfe von Curtis allerdings brisant machen, ist dass die Wahlergebnisse zur Überprüfung weder auf Papier ausgedruckt wurden noch der Quellcode frei gegeben wurde.

(bsk/news.ch mit Agenturen)

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