Wahlen in Kenia: Inkompetenz und Stimmenkauf
publiziert: Freitag, 19. Sep 2008 / 12:05 Uhr

Nairobi - Die Präsidenten- und Parlamentswahlen in Kenia im vergangenen Dezember waren nach Einschätzung einer unabhängigen Untersuchungskommission von Inkompetenz, Stimmenkauf und Einschüchterung geprägt.

Die Ergebnisse der Wahlen seien nicht gefälscht worden.
Die Ergebnisse der Wahlen seien nicht gefälscht worden.
5 Meldungen im Zusammenhang
Sowohl das Wahlrecht selbst als auch die Rahmenbedingungen für Wahlen müssten grundlegend reformiert werden, mahnte das achtköpfige Gremium unter Vorsitz des ehemaligen südafrikanischen Verfassungsrichters Johann Kriegler.

Der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan nannte den Bericht «mutig, konstruktiv, ausführlich und weise.» Er hatte Ende Februar nach wochenlangen blutigen Unruhen mit mehr als 1000 Toten zwischen den Anhängern des offiziellen Wahlsiegers Mwai Kibaki und des damaligen Oppositionsführers Raila Odinga die Bildung einer grossen Koalition vermittelt.

Die Kommission hatte ein halbes Jahr lang die Widersprüche, Unregelmässigkeiten und Fehler der Wahlen in dem ostafrikanischen Land untersucht. Es gebe jedoch keinen Beweis dafür, dass vor allem die Ergebnisse der Präsidentenwahlen am Sitz der Wahlkommission gefälscht worden seien, sagte Kriegler bei der Vorstellung des Untersuchungsberichtes in Nairobi.

«Sie waren nicht unredlich, sie waren inkompetent», urteilte er über die Mitglieder der Wahlkommission. Die Regierung müsse akzeptieren, dass Wahlen in Kenia nicht erst seit 2007 ein «ernsthaftes Übel» seien, begleitet von Gewalt und Fälschungsversuchen bereits in den Wahllokalen. Kontrollmechanismen und Transparenz müssten bereits dort beginnen.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nairobi - Der kenianische Präsident Mwai Kibaki hat ein umstrittenes Mediengesetz ... mehr lesen
Der kenianische Präsident Mwai Kibaki hat ein umstrittenes Mediengesetz unterzeichnet.
Odinga führt ein 40-köpfiges Kabinett einer grossen Koalition.
Nairobi - Mit der Vereidigung des bisherigen Oppositionsführers Raila Odinga als Regierungschef ist der Machtkampf in Kenia offiziell beigelegt worden. Odinga legte seinen Amtseid ... mehr lesen
Nairobi - Eine Einheitsregierung soll ... mehr lesen
Kenias neuer Regierungschef: Oppositionsführer Raila Odinga.
Die verzögerte Regierungsbildung weckt den Unmut der Opposition.
Nairobi - Die Opposition in Kenia hat wegen eines Streits über die Verteilung der Ministerposten die Koalitionsverhandlungen ausgesetzt. Sie fordert, dass Präsident Mwai Kibaki beiden Seiten ... mehr lesen
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 0°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 0°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 1°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten