Wahlen in Tansania - Befürchtete Ausschreitungen blieben aus
publiziert: Sonntag, 29. Okt 2000 / 17:07 Uhr

Daressalam - Zum zweiten Mal seit der Unabhängigkeit im Jahr 1961 hat Tansania am Sonntag ein neues Parlament und einen Präsidenten gewählt. Zehn Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Parallel dazu fanden Kommunalwahlen statt.

Es wird damit gerechnet, dass der bisherige Präsident des Landes, Benjamin Mpaka, in seinem Amt bestätigt wird. Mit Spannung verfolgte ein Grossteil der rund 200 internationalen Wahlbeobachter den Wahlverlauf auf der halbautonomen Insel Sansibar, wo es entgegen zahlreicher Befürchtungen am Sonntag nicht zu Ausschreitungen kam.

«Wir sind überrascht, wie ordnungsgemäss und diszipliniert diese Wahlen verlaufen», erklärte der tansanische Politikwissenschafter und Wahlbeobachter Max Mmuya in Daressalam. Er geht von einer ausserordentlich hohen Wahlbeteiligung aus.

Über zahlreiche organisatorische Probleme klagten Wahlexperten hingegen auf der Insel Sansibar. Noch Stunden nach der offiziellen Eröffnung der Wahlen blieben dort nach ihren Berichten etliche Lokale mangels Papieren oder Wahlhelfern geschlossen.

Bei den ersten Wahlen ohne den im vergangenen Jahr verstorbenen Gründungsvater des Landes, Julius Nyerere, herrschte grosse Spannung über die Resultate auf der Insel im Indischen Ozean mit ihren 450 000 Wahlberechtigten. Der führende Oppositionspolitiker Seif Shariff Hamad kündigte im Fall eines Wahlsiegs die mögliche Abspaltung der Insel an, die 1964 unter Nyerere mit Tanganjika zum Staat Tansania zusammengeschlossen wurde.

Während der zweimonatigen Wahlkampfphase gab es dort wiederholt gewalttätige Zusammenstösse zwischen den Anhängern der Zivilen Vereinigten Front (CUF) und der Revolutionspartei Mkapas (CCM), die das Land seit fast 40 Jahren regiert.

Bei den vergangen Mehr- Parteien-Wahlen im Jahr 1995 unterlag die CUF der Revolutionspartei auf Sansibar lediglich um gut ein Prozent. Mit offiziellen Wahlergebnissen wird bis Donnerstag gerechnet.

(sda)

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