Wahlkampf in Afghanistan beendet
publiziert: Freitag, 16. Sep 2005 / 16:55 Uhr

Kabul - Erstmals seit 36 Jahren wählen die Afghanen am Sonntag wieder ein Parlament.

Wähler werden nicht angegriffen, so die Taliban.
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Angaben der Wahlbehörde zufolge haben sich 12,5 Millionen der nach Schätzungen rund 22 Millionen Afghanen als Wähler registrieren lassen. Knapp 2800 Kandidaten - rund 330 davon Frauen - kämpfen um die 249 Sitze in der Wolesi Dschirga (Haus des Volkes). 68 Sitze sind für Frauen reserviert.

Zeitgleich findet die Wahl zu den Räten der 34 afghanischen Provinzen statt. Am Freitag wurde der Wahlkampf offiziell beendet. Das Ergebnis der Parlamentswahl wird erst für Oktober erwartet.

Kandidat getötet

Unterdessen wurde erneut ein Kandidat für die Parlamentswahl getötet. Unbekannte seien in das Haus von Abdul Wahab in der südafghanischen Provinz Helmand eingedrungen und hätten den Kandidaten entführt, sagte der Sprecher des Provinzregouverneurs, Hadschi Mohammed Wali.

Die Leiche Wahabs sei am Freitag gefunden worden. Die Wahlbehörde bestätigte die Angaben. Insgesamt wurden bislang sieben Kandidaten ermordet. Die Ende 2001 gestürzten radikalislamischen Taliban haben angekündigt, Kandidaten, nicht aber Wähler anzugreifen. Die Taliban riefen jedoch zu einem Wahlenboykott und zur Sabotage auf.

Die Furcht vor Anschlägen dürfte die Wahlen dominieren. Etwa 100 000 Soldaten, darunter 22 000 US-Truppen und 10 000 Soldaten der Nato, sollen für die Sicherheit der Wähler sorgen. Die afghanischen Sicherheitskräfte werden an den Wahlbüros positioniert sein.

Voraussage schwierig

Wie die Wahl ausgeht und sich das neue Parlament künftig zusammensetzen wird, lässt sich kaum voraussagen, da keine Parteien zugelassen sind. Wegen der Parteiungebundenheit der Kandidaten wird deshalb eine Aussage über die politische Zusammensetzung kaum möglich sein.

Unklar ist auch, ob die Regierung des bereits im Oktober vergangenen Jahres gewählten Präsidenten Hamid Karsai eine Mehrheit in der Wolesi Dschirga haben wird.

Die Wolesi Dschirga (Haus des Volkes) ist eines der beiden Häuser, die zusammen die Nationalversammlung bilden - das zweite ist die Meschrano Dschirga (Haus der Älteren).

(bert/sda)

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