Wahlkampf in den Reden zum Nationalfeiertag
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 21:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 22:38 Uhr

Bern - Der 1. August hat den Präsidenten der Bundesratsparteien erwartungsgemäss als Wahlkampfplattform gedient. Im Zentrum ihrer Ansprachen standen die Hauptthemen der Parteien: Sicherheit, Integration, Fortschritt und Familie.

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SVP-Präsident Ueli Maurer fokussierte auf das Thema «Sicherheit», ohne direkt von Ausländerkriminalität zu sprechen. Der Staat sorge nicht mehr ausreichend für die Sicherheit.

SP-Präsident Hans-Jürg Fehr forderte seinerseits eine bessere Integration von Ausländern. «Integrationspolitik ist der Baustoff, der das ganze Gebäude zusammenhält,» sagte Fehr.

FDP-Präsident Fulvio Pelli kritisierte die Polarisierung und stellte die FDP als jene Partei dar, welche die Schweiz voranbringe.

Bei CVP-Präsident Christophe Darbellay stand die Familienpolitik seiner Partei im Zentrum. Jugendgewalt müsse mit Familienpolitik bekämpft werden, forderte er.

Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi hat die Schwarz-Weiss-Maler kritisiert. Es brauche vielmehr den Willen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu einem Land.

Moritz Leuenberger forderte, dass es in der Schweiz keine vernachlässigten Peripherien geben dürfe. Die Grundversorgung müsse auch in den weniger dicht besiedelten Regionen gewährleistet sein, damit diese gleichberechtigte Teile der Schweiz blieben.

Indirekter Schlagabtausch

Einen indirekten Schlagabtausch lieferten sich Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und Justizminister Christoph Blocher.

Blocher warnte in Andermatt (UR) davor, die Volksrechte leichtfertig durch übergeordnetes, internationales Recht zu ersetzen. Calmy-Rey konterte die Kritik in Lenzburg (AG). «Einige wollen uns weismachen, dass unsere Volksrechte durch das Völkerrecht bedroht seien», sagte die Bundespräsidentin. Dies sei Unfug.

Schweiztag in Berlin

Doris Leuthard sprach an der 1. August-Gala in der Schweizer Botschaft am Abend in Berlin, da ihr Heimatkanton Aargau Ehrengast in der Botschaft war. Sie lobte die Arbeit Deutschlands während der EU-Ratspräsidentschaft.

Die Schweizer Botschaft hatte die Berliner Bevölkerung am Nachmittag zu einem Fest am Schweiztag eingeladen. Auch zahlreiche Auslandschweizer, teilweise in traditioneller Tracht, feierten am Bahnhof Friedrichstrasse mit.

Auf der Festbühne bestritten die Aargauer Tanzcompagnie Flamencos en route und die Komiker Pasta del Amore das kulturelle Programm. Der Auftritt der Schweizer Soul-Hoffnung Seven alias Jan Dettwyler bildete den Abschluss des Fests.

Botschafter Christian Blickenstorfer begrüsste die Besucher und verwies auf die guten bilateralen Beziehungen. «Die Schweiz ist das Auswanderungsland Nummer eins der Deutschen», sagte er. Besonders eng seien die Beziehungen zu den Grenzkantonen.

Rund 1000 geladene Gäste wurden am Abend in der Schweizer Botschaft erwartet. Seit dem Jahr 2000 feiert die Botschaft in Berlin den Nationalfeiertag mit Volksfest und Gala.

(fest/sda)

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