Wahrscheinlich 50 Tote bei Fährunglück vor Philippinen
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 07:12 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Dez 2008 / 12:48 Uhr

Manila - Bei einem Fährunglück vor der Küste der philippinischen Hauptinsel Luzon sind vermutlich mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Fähre befand sich laut Küstenwache mit mehr als 100 Passagieren an Bord auf dem Weg in die Stadt Aparri im Norden Luzons.

Starke Wellen hatten den Einsatz der Rettungskräfte behindert. (Archivbild)
Starke Wellen hatten den Einsatz der Rettungskräfte behindert. (Archivbild)
Nach Angaben der Küstenwache wurde das überfüllte Schiff «Maejan» auf dem Weg von der Insel Calayan am Sonntagabend von hohen Wellen zum Kentern gebracht. 22 Tote wurden bis Montag geborgen, 46 Passagiere überlebten das Unglück. Die Suche nach den Vermissten gestaltete sich bei stürmischem Wetter schwierig.

Die Fähre wurde nicht weit von der Küste von einer heftigen Strömung ergriffen. Nach Zeugenaussagen wurde ein Ausleger des Bootes von hohen Wellen zerstört, daraufhin sei die Fähre gekentert.

Maschinenschaden vermutet

Zwei Boote der Küstenwache und ein Suchflugzeug wurden in das Unglücksgebiet geschickt. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Nach Angaben eines Sprechers der Küstenwache vermuteten die Behörden unter anderem einen Maschinenschaden als Grund dafür, dass das Boot sich aus der starken Strömung nicht befreien konnte.

Auf dem philippinischen Archipel sind Schiffsunglücke keine Seltenheit. Erst im November waren 42 Menschen ertrunken, als ihre Fähre sank.

Im Juni war bei der schwersten Schiffskatastrophe auf den Philippinen seit 20 Jahren das 23'000-Tonnen-Schiff «Princess of the Stars» mit 850 Menschen an Bord auf ein Riff aufgelaufen und gekentert. Nur 57 Passagiere überlebten das Unglück.

(sl/sda)

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