Waldbrände in Portugal und an Ligurischer Küste unter Kontrolle
publiziert: Samstag, 9. Aug 2003 / 14:03 Uhr

Lissabon/Rom/Zagreb - Nach mehr als zwei Wochen sind die Waldbrände in Portugal nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle. Derzeit müssten nur noch drei mittelgrosse Feuer bekämpft werden, hiess es von Seiten der Rettungsdienste.

Die Feuer konnten unter Kontrolle gebracht werden.
Die Feuer konnten unter Kontrolle gebracht werden.
Diese Brandherde befänden sich in der Nähe der Stadt Leiria sowie in den südlichen Bezirken Portalegre und Faro, sagte der diensthabende Offizier des Nationalen Rettungsdienstes, Nuno Costa, dem Radiosender TSF.

Kühlere Temperaturen über Nacht und eine höhere Luftfeuchtigkeit hätten dabei geholfen, die Feuer unter Kontrolle zu bringen, hiess es bei der Feuerwehr. Dennoch seien mehr als 2000 Feuerwehrleute und 800 Soldaten weiterhin im Einsatz, um neue Brandherde rechtzeitig zu entdecken und bekämpfen zu können.

In Kroatien sprangen am Samstag Feuerwehrleute mit dem Fallschirm ab, um ein Feuer in der Nähe des Paklenica-Nationalparkes zu bekämpfen. Von Helikoptern aus wurde auch Löschmaterial abgeworfen, wie die Nachrichtenagentur Hina berichtete.

Das Feuer in dem unwegsamen Gebiet war am Freitag ausgebrochen. Die Arbeit der Feuerwehrleute wird dadurch erschwert, dass die Gegend seit dem Jugoslawienkrieg nicht von Minen befreit wurde.

In Italien lodern die Wald- und Buschbrände teilweise weiter. In der Nähe von Prato bei Florenz setzt die Feuerwehr Löschflugzeuge ein. Dort gingen nach Angaben der Feuerwehr 80 Hektaren Pinienwald und Grasland in Flammen auf.

Auf der Halbinsel von Sorrent bei Neapel mussten italienische Touristen eine Ferienanlage verlassen, weil sich das Feuer bedrohlich näherte.

Die zahlreichen Brände an der Ligurischen Küste sind dagegen nach Angaben des Zivilschutzes unter Kontrolle: Sie seien so gut wie alle durch Fahrlässigkeit oder Brandstiftung entstanden.

(rr/sda)

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