Walliser Gemeinde bläst zur Jagd auf herrenlose Katzen
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 21:54 Uhr

Orsières - Die Walliser Gemeinde Orsières hat genug von den vielen herrenlosen Katzen. Sie hat einen Spezialisten angestellt, der die Tiere abschiessen soll.

Im Wallis stösst die Jagd auf herrenlose Katzen teilweise auf Kritik.
Im Wallis stösst die Jagd auf herrenlose Katzen teilweise auf Kritik.
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Die Gemeinde reagiert mit dem Schiessbefehl auf Klagen aus der Bevölkerung. «Die Aktion begann letzten Montag», bestätigte Jean-Paul Pouget, Gemeindeschreiber von Orsières, einen Bericht der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin». Bislang sei aber noch keine Katze getötet worden. Der Spezialist hat 14 Tage Zeit, in einem Gebiet rund um zwei Dörfer der Gemeinde, den Bestand an wilden Katzen zu dezimieren.

Wie viele herrenlose Katzen in dieser Region umherziehen, konnte Pouget nicht sagen. Mit einem Beispiel verdeutlichte der Gemeindeschreiber aber die Plage: Ein Bewohner in der Abschusszone habe in seiner Scheune zehn wilde Katzen entdeckt.

«Die Katzen als solche sind nicht gefährlich», erklärte Kantonstierarzt Jérôme Barras. Die grosse Zahl herrenloser Katzen sei vielmehr ein Hygieneproblem: Die Tiere seien Träger von Krankheiten und hinterliessen vielenorts Exkremente.

Abschiessen besser als wilde Schlächtereien

Poguet verteidigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA den Schiessbefehl. Für manche Leute sei dies vielleicht grausam, sagte er. Doch sei Abschiessen immer noch besser als «wilde Schlächtereien». Barras bestätigte seinerseits, dass das Vorgehen von Orsières nicht illegal ist.

Das Phänomen der herrenlosen Katzen steht nach Ansicht des Kantonsveterinärs in direktem Zusammenhang mit Personen, welche die Katzen fütterten. Nur dank diesem Futter seien die Tiere genug stark, um sich zu vermehren.

Mit der Revision der eigenössischen Tierschutverordnung wolle man gegen das Problem vorgehen, sagte Barras weiter. Personen die wilde Katzen fütterten, sollen künftig dafür sorgen, dass sich die Tiere nicht vermehren.

Im Wallis stösst die Jagd auf herrenlose Katzen teilweise auf Kritik. Der Verein für den Respekt gegenüber Hunden bezeichnete die Massnahme in einem Communiqué als grausam. Der Verein will eine Petition starten. Darin fordert er, dass Katzen künftig mit einem Chip versehen werden. Zudem sollen im Gesetz Richtlinien für die Kastration verankert werden.

(smw/sda)

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